Darlehen in Höhe von 3,4 Millionen Euro und knapp 800.000 Euro Tilgungszuschuss für bezahlbares Wohnen in Landau

Übergabe der Förderzusage durch Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg

Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron, Alexander Heinzmann (Wüstenrot), Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg, ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer (von links nach rechts) Fotonachweis: ISB

Mit einem ISB-Darlehen in Höhe von 3,4 Millionen Euro und einem Tilgungszuschuss von knapp 800.000 Euro fördert das Land Rheinland-Pfalz über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) den Neubau von Mietwohnungen in der Viktor-Weiß-Straße in Landau in der Pfalz. Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) errichtet dort insgesamt 60 Wohnungen; 33 werden gefördert und neun davon barrierefrei errichtet. So bietet der Wohnungsmix aus Ein- bis Fünfzimmerwohnungen mit Wohnflächen zwischen circa 33 und rund 159 Quadratmetern Wohnraum für Singles, Paare, Familien und Senioren. Im Erdgeschoss befindet sich eine Gewerbeeinheit von etwa 150 Quadratmetern. Teil des Ensembles „Garten Eben“ ist nicht nur der Neubau der WHS: Gemeinsam mit zwei, teils denkmalgeschützten, modernisierten Bestandsgebäuden bildet er ein architektonisch abgestimmtes Karree. Im Inneren entsteht so ein gemeinsam genutzter, autofreier Innenhof; darunter liegt die Tiefgarage. Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg überreichte gemeinsam mit Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB, die Förderzusage an die WHS.


Die Wohnungen sind bis zu 20 Jahre zweckgebunden und werden im Einstieg zu einer Nettokaltmiete von maximal sieben Euro pro Quadratmeter im Monat vermietet. Vor dem Hintergrund, dass sich die Mietpreise in Landau 2018 mit plus fünf Prozent gegenüber 2017 überdurchschnittlich erhöht haben, ist bezahlbarer Wohnraum in der Stadt gefragt. „Bezahlbares und bedarfsgerechtes Wohnen ist eine der drängendsten sozialen Fragen unserer Zeit. Darum kümmern wir uns sehr intensiv. Kernstück bildet in Rheinland-Pfalz die soziale Wohnraumförderung. Durch den sozialen Wohnungsbau entsteht zusätzlicher, bezahlbarer Wohnraum. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um insbesondere in Städten wie Landau, die immer weiter wachsen, die Wohnungsknappheit zu lindern. Ich freue mich heute einen Förderbescheid an die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH überreichen zu können, die gemeinsam mit uns Verantwortung für den dringend benötigten Wohnraum hier in Landau übernimmt“, sagte Weinberg. Neben gewerblichen Investoren und öffentlichen Unternehmen brauche es auch Privatpersonen, die in den sozialen Wohnungsbau investieren. „Ich freue mich deshalb besonders, dass wir kürzlich einer Privatinvestorin eine Förderzusage über ein Darlehen in Höhe von 359.000 Euro und einen Tilgungszuschuss in Höhe von 73.800 Euro für den Neubau von vier Wohnungen in Landau geben konnten.“


Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron betonte, dass die Schaffung und Erhaltung von bezahlbaren Mietwohnungen für die Stadt von großer Bedeutung sei. „Die Schaffung von gefördertem Wohnraum ist gelebte soziale Verantwortung. Mit dem Projekt der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH wird Landau diesem Anspruch ein weiteres Mal gerecht. Das ist ein ganz wichtiger Schritt hin zu einem angemessenen und ausgewogenen Angebot am Immobilienmarkt in Landau.“


Auch bei der WHS genießt diese Aufgabe hohe Priorität. „1949 wurde die WHS gegründet, um der damaligen Wohnungsknappheit zu begegnen. Fast 70 Jahre später ist das Thema aktueller denn je. Deshalb haben wir 2018 eine Vielzahl von Strategien implementiert, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Es freut mich deshalb besonders, dass unsere Bemühungen von der ISB heute so großzügig gewürdigt werden“, sagt Alexander Heinzmann, Geschäftsführer der WHS.


„Die ISB als Förderbank des Landes begleitet regelmäßig Wohnbauprojekte privater wie gewerblicher Investoren. Es freut uns sehr, dass wir dazu beitragen können, qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum zu sichern“, erläuterte Dexheimer. Im vergangenen Jahr habe die ISB im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung in Landau mit einem Volumen von rund 5,5 Millionen Euro die Schaffung und Modernisierung von 57 Wohneinheiten gefördert.

 

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Claudia Belz
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