Darlehen in Höhe von über 2,5 Millionen Euro und knapp 600.000 Euro Tilgungszuschuss für bezahlbares Wohnen in Mainz

Übergabe der Förderzusage durch Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen

Finanzministerin Doris Ahnen überreicht gemeinsam mit ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer (rechts) im Beisein des Oberbürgermeisters Michael Ebling (zweiter von rechts) den Förderbescheid an den Bauherrn, vertreten durch Armin Bork, Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms (Mitte), F. Albrecht Graf von Pfeil, Geschäftsführer PG An der Krimm GmbH & Co. KG und Geschäftsführer J. Molitor Immobilien GmbH (zweiter von links), Tobias Schmitz, Vorstandsmitglied Volksbank Alzey-Worms (links) und Franz-Josef Thümes, Geschäftsführer PG An der Krimm GmbH & Co. KG und Vorstandsmitglied Volksbank Alzey-Worms (dritter von links). Bildrechte: ISB

Mit einem ISB-Darlehen in Höhe von über 2,5 Millionen Euro und einem Tilgungszuschuss von knapp 600.000 Euro fördert das Land Rheinland-Pfalz über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) den Neubau von 17 Mietwohnungen im Quartier „An der Krimm“ in Mainz-Gonsenheim. Die rheinland-pfälzische Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen überreichte gemeinsam mit Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB, im Beisein des Oberbürgermeisters der Stadt Mainz, Michael Ebling, die Förderzusage an den Bauherrn, vertreten durch die Geschäftsführer F. Albrecht Graf von Pfeil und Franz-Josef Thümes sowie die Gesellschaftervertreter Armin Bork, Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms, und Dirk Gemünden, Geschäftsführer der J. Molitor Immobilien GmbH.

Die Wohnungen sind bis zu 20 Jahre zweckgebunden und werden im Einstieg zu einer Nettokaltmiete von maximal 6,40 Euro bzw. 7,25 Euro pro Quadratmeter im Monat vermietet. Einziehen darf nur, wessen Haushaltseinkommen innerhalb des im Landeswohnraumförderungsgesetz definierten Rahmens liegt. „In einer attraktiven Stadt wie Mainz braucht es langfristig bezahlbaren Wohnraum. Dabei geht es nicht nur darum, dass mehr Wohnungen gebaut werden, sondern es geht auch um die Qualität des Wohnens und um lebenswerte Quartiere. Als Land unterstützen wir die Kommunen durch unsere soziale Wohnraumförderung, die wir in den letzten Jahren immer wieder den Gegebenheiten am Markt angepasst haben. Die Fallzahlen haben sich seitdem kontinuierlich nach oben entwickelt. Wir gehen diesen Weg weiter: Seit Beginn des Jahres schließen wir Kooperationsvereinbarungen zur Stärkung des geförderten Wohnungsbaus mit Kommunen mit besonderem Wohnungsbedarf. In Mainz haben wir uns darauf verständigt, dass 900 neue soziale Wohnungen bis Ende 2021 gefördert werden sollen“, sagte Bauministerin Doris Ahnen.

Die Landeshauptstadt wächst weiterhin unverändert stark, was zur Folge hat, dass sich Mainz auf der Rangliste der deutschen Städte mit den teuersten Mietpreisen wiederfindet. Die größte Herausforderung der kommenden Jahre bleibt deshalb weiterhin die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten. Daran wollen Land und Stadt gemeinsam arbeiten. Oberbürgermeister Michael Ebling hob die gute Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt Mainz und dem Land Rheinland-Pfalz hervor: „Unsere Anstrengungen im Bereich des bezahlbaren Wohnens haben in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Schub erhalten. Seit dem Jahr 2014 ist die Zahl der geförderten Wohnungen in Mainz wieder angestiegen. Als einzige Stadt im Rhein-Main-Gebiet ist uns hier die Trendwende gelungen. Ohne die deutliche Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz, wie beispielsweise über die Kooperationsvereinbarung zur Stärkung des geförderten Wohnungsbaus, hätte die Landeshauptstadt sich nicht auf diesen Weg machen können. Ich freue mich, dass heute ein weiterer Förderbescheid überreicht wird. Das ist ein wichtiger Beitrag für den wachsenden Bedarf nach Wohnraum in Mainz.“

Gonsenheim ist durch die Nähe zur Autobahn und den öffentlichen Personennahverkehr optimal an bestehende Infrastrukturen angebunden. „Auch der Bedarf an Kindergärten, Schulen, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten kann vor Ort gedeckt werden“, hob Ortsvorsteherin Sabine Flegel hervor.

Insgesamt entstehen in zwei Gebäuden 67 Wohneinheiten und sieben Gewerbeeinheiten, die über eine Tiefgarage miteinander verbunden sind. Beide Häuser sind mit Aufzügen ausgestattet. Für die architektonische Gestaltung zeichnet das Büro Faerber Architekten aus Mainz verantwortlich. Die PG An der Krimm GmbH wurde eigens für das Projekt gegründet. „Ob Polizist oder Krankenschwester – wir möchten, dass auch der Normalverdiener in einer architektonisch ansprechenden sowie modernen Wohnanlage zu bezahlbaren Mieten leben kann. Und dies im schönsten Stadtteil von Mainz“, sagte Armin Bork, Vorstandssprecher der Volksbank Alzey-Worms, die über die Volksbank Immobilien GmbH Gesellschafter ist. „Mit der Konversion von Flächen kann ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu schaffen. Das funktioniert nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Wir danken der Stadt Mainz, Ortsvorsteherin Sabine Flegel, der ISB und unserem Partner Volksbank Alzey-Worms für die gute Zusammenarbeit“, ergänzte Dirk Gemünden als zweiter Gesellschafter.

Bis Ende August konnten in diesem Jahr bereits 191 Wohneinheiten in Höhe von rund 14,7 Millionen Euro in der Landeshauptstadt mit Landesmitteln gefördert werden. „Die ISB als Förderbank des Landes begleitet regelmäßig Wohnbauprojekte privater wie gewerblicher Investoren. Wir freuen uns sehr, ein weiteres Mal guten und bezahlbaren Wohnraum für die Mainzerinnen und Mainzer zu schaffen“, erläuterte Dexheimer.

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Claudia Belz
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