Unverändert großer Bedarf an Wohnraumförderung

Ministerium der Finanzen und ISB stellen Wohnungsmarktbeobachtung 2015 vor

Ministerium der Finanzen und ISB stellen Wohnungsmarktbeobachtung 2015 vor.

Der Zuzugstrend in die Ballungsräume in Rheinland-Pfalz hält weiterhin an. Zugleich entwickelt sich die Einwohnerzahl insgesamt leicht rückläufig. Dies belegt die von der empirica ag erstellte Studie, die vom Ministerium der Finanzen, dem Bauforum Rheinland-Pfalz und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) vorgestellt wurde.

„Die Entwicklung und Anwendung wirksamer Strategien und Instrumente für eine gute Wohnungspolitik in Rheinland-Pfalz benötigt eine solide Datenbasis und fundierte Erkenntnisse über das Wohnungsmarktgeschehen in den verschiedenen Regionen unseres Landes“, sagte Doris Ahnen, Finanz- und Bauministerin des Landes Rheinland-Pfalz, einleitend.

Mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen der rheinlandpfälzischen Wohnungsmärkte zeigt die Studie auf, dass sich die regional unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung auch weiterhin auf die Miet- und Immobilienpreise auswirkt. Zwar entlastet die erhöhte Zahl der Baugenehmigungen und -fertigstellungen im vergangenen Jahr – insbesondere in den sogenannten Schwarmstädten – die Wohnungsmärkte; der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in den Ballungsgebieten besteht allerdings weiterhin.

„Die Förderung des sozialen Wohnungsbaus war nie schwieriger als jetzt. Ein Grund dafür sind die gestiegenen Baukosten, der zweite Grund sind die teils sehr hohen Marktmieten in den Ballungsregionen und natürlich das historisch niedrige Zinsniveau. Deshalb wird das Land Rheinland-Pfalz seine Förderung ausbauen und neue, deutlich verbesserte Konditionen in den Förderprogrammen ab Januar 2016 anbieten. Dazu werden wir etwa bei der Mietwohnraumförderung nicht nur die Darlehensbeträge erhöhen, sondern auch Tilgungszuschüsse in Regionen mit gesteigertem Wohnungsbedarf als ein neues Instrument einsetzen“, erklärte die Ministerin.

„Die statistischen Daten zu marktentscheidenden Kriterien wie Bevölkerungszahl, Bautätigkeit und Preisentwicklung belegen, dass die soziale Wohnraumförderung zunehmend an Bedeutung gewinnt“, erläuterte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, bei der Präsentation der Wohnraumförderzahlen. „Mit äußerst günstigen Konditionen trägt die ISB zur Versorgung preiswerter Mietwohnungen und zur Schaffung von Wohneigentum bei, zugleich fördern wir mit Mietwohnungsbauprogrammen die Herrichtung von Wohnraum für Flüchtlinge und Asylbegehrende. Es stehen ausreichend Mittel bereit, sodass interessierte Investoren mit dem ISB-Darlehen Mietwohnungen einen überaus attraktiven Finanzierungsbestandteil für ihre Investitionsmaßnahme erhalten können.“

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Kristina Rogoß
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