SUCCESS 2018: Vorsprung durch Innovationen

Wirtschaftsministerium und ISB zeichnen sechs kleine und mittelständische Unternehmen für erfolgreiche Innovationen aus

Dr. Ulrich Link, Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz zusammen mit den Preisträgern © Markus Kohz

Sechs besonders innovative rheinland-pfälzische Unternehmen können sich über Prämien in Höhe von insgesamt 55.000 Euro freuen. Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), überreichten die SUCCESS-Technologieprämien, um die Entwicklung und erfolgreiche Verwertung von neuen Produkten, Verfahren
und technologieorientierten Dienstleistungen kleiner und mittlerer Unternehmen zu würdigen. 

„Die Landesregierung setzt auf eine breite Innovations- und Technologieförderung – sowohl für kleine und mittlere Unternehmen als auch für Start-ups. Innovationen bringen Dynamik in einen Wirtschaftsstandort. Sie sind die entscheidenden Treiber für Investitionen und Beschäftigung. Gute Arbeitsplätze können nur dann entstehen, wenn neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden, die nachgefragt werden. Die mit der SUCCESS-Prämie ausgezeichneten Unternehmen entwickeln solche Innovationen. Das Ergebnis sind hervorragende Produkte, Produktionsweisen oder Dienstleistungen, die Rheinland-Pfalz als Wirtschaftsstandort insgesamt stärken“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und gratulierte den  Ausgezeichneten.

„Die heute prämierten Unternehmen haben ein hohes Maß an Visionskraft und Umsetzungsstärke bewiesen. Sie ruhen sich nicht auf althergebrachten Geschäftsmodellen aus, sondern gestalten engagiert und einfallsreich die Zukunft ihres Unternehmens und des Standortes Rheinland-Pfalz“, sagte Link in seiner Ansprache. Als landeseigenes Förderinstitut sei es Aufgabe der ISB, den unternehmerischen Mut im Rahmen ihrer Darlehens-, Bürgschafts- und Venture-Capital-Programme sowie mit Zuschüssen aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu unterstützen.

Passend zur diesjährigen Sonderprämie „Messen, steuern, abtasten – Sensoren gehört die Zukunft“ beschrieb Dr. Gerhard Thiele von der Europäischen Weltraumbehörde ESA, wie Radarsensoren dazu eingesetzt werden, unseren Planeten neu zu vermessen.

Technologieprämie in Höhe von 15.000 Euro

Mit 15.000 Euro und damit der höchsten Prämie wurde die fleXstructures GmbH aus Kaiserslautern ausgezeichnet. Das 2012 gegründete Unternehmen, das die Software „IPS Cable Simulation“ vertreibt, ist Technologieführer bei der Simulation weicher, verformbarer Bauteile wie Kabel oder Schläuche. Hierfür ermittelt die am Fraunhofer ITWM entwickelte und patentierte Messmaschine MeSOMICS, die komplett in die IPS-Software integriert ist, schnell und hochgenau die Eigenschaften von Kabeln und Schläuchen. Die fleXstructures GmbH, die die MeSOMICS weltweit vertreibt, forschte mit einer eigenen MeSOMICS unermüdlich weiter, was zu Technologiesprüngen in der IPS-Software führte, die in zahlreichen Industriezweigen, wie beispielsweise der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, zum Einsatz kommt.   

Technologieprämie in Höhe von 10.000 Euro

Über eine Prämie in Höhe von 10.000 Euro kann sich die tl traffic-lines GmbH aus Staudt im Westerwald freuen. Das Unternehmen hat die Wasserhochdruckfräse „traffic-lines duo twister“ entwickelt, mit der sich Landebahnen mit bis zu 3.500 bar hocheffektiv vom Gummiabrieb landender Flugzeuge reinigen lassen. Die realisierte Arbeitsbreite und eine integrierte Wasseraufbereitungsanlage sowie die Tatsache, dass die Landebahnen direkt nach der Reinigung wieder genutzt werden können, machen „traffic-lines duo twister“ zu einem sehr effektiven und wirtschaftlichen Verfahren.

Technologieprämie in Höhe von 5.000 Euro

Für die Entwicklung der Bodenbearbeitungsmaschine „Planierprofi“ erhielt die CRACO GmbH aus Atzelgift eine Prämie in Höhe von 5.000 Euro. „Planierprofi“ dient der Pflege von Grünland, insbesondere der Beseitigung von Schäden durch Schwarzwild. Die verbauten Rotoren sind dabei aus dem vom Unternehmen entwickelten, hochverschleißfesten Premiumstahl „CRACOX“ gefertigt. „Planierprofi“ schafft in nur einem Arbeitsgang eine optimale Grünfläche.

Technologieprämie in Höhe von 5.000 Euro

Weitere 5.000 Euro gehen an die Franz Ludwig Mess- und Regeltechnik GmbH aus Mainz für die Entwicklung des FL-MOBIMIC-Inspector. Das einfach zu installierende Messsystem ermittelt verschiedene Eigenschaften des Betons in der rotierenden Trommel eines Betonmischfahrzeugs und erfasst verschiedene Parameter wie Konsistenz, Feuchte und Temperatur. Über ein GPS-Datenübertragungssystem können die Messwerte in Echtzeit der Betonzentrale zur Verfügung gestellt werden.

Technologieprämie in Höhe von 5.000 Euro

Die Garrecht Avionik GmbH aus Bingen erhielt 5.000 Euro für die Entwicklung des Verkehrsdatenempfängers und Kollisionswarnsystems „TRX-1500 – Trafficsensor“. Dieser  hilft Piloten dank eines hochempfindlichen Empfängers mit nachgeschalteter komplexer Signalverarbeitung dabei, verschiedene Signale zu verarbeiten, um gefährlichen Flugverkehr in allen Lufträumen rechtzeitig zu erkennen. Damit sind Piloten in der Lage, schnellere und bessere Entscheidungen insbesondere in jenen Lufträumen zu treffen, in denen unterschiedliche Flugzeuge nach Sichtflugregeln operieren.

Sonderprämie „Messen, steuern, abtasten – Sensoren gehört die Zukunft“

Den mit 15.000 Euro dotierten Sonderpreis überreichte Wissing der SENECT GmbH & Co. KG aus Landau, die eine smarte Steuerungstechnologie für Fischzucht- und Aquakultursysteme entwickelte. Die SENECT Steuerungstechnologie beinhaltet neueste Sensoren und zielt darauf ab, die technischen Prozesse in Aquakulturen optimal zu regeln und damit die Effizienz und Sicherheit zu erhöhen. Dabei setzt die SENECT auf ein dezentrales IoT-System (Internet of Things). Über die Senect Control App werden Zustände, Funktionen und Fehlermeldungen auf dem Smartphone abrufbar und können separat angesteuert werden. Die Kombination aus IoT-Hardware, neuester Sensortechnologie und intelligenter Software eröffnet den Anwendern dieser neuen Technologie Vorteile in Bezug auf Leistungsstärke, Wartungsarmut, Intelligenz und Effizienz.

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