Geschäftsjahr 2017: ISB fördert im Rhein-Hunsrück-Kreis mit 12,7 Millionen Euro

Wirtschafts- und Wohnraumförderung auf hohem Niveau, insbesondere Gründer profitieren

Im Jahr 2017 hat die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) im Rahmen der Wirtschafts- und Wohnraumförderung mit rund 12,7 Millionen Euro gewerbliche und private Kunden im Rhein-Hunsrück-Kreis mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen unterstützt. Im Vergleich zum Vorjahr (+ 2 Prozent) bedeutet das eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Über die Förderergebnisse berichteten Dr. Marlon Bröhr, Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, und Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, in einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Der prosperierende Wirtschaftsstandort Rhein-Hunsrück-Kreis wird von immer mehr Firmen wertgeschätzt, nicht nur wegen der gut ausgebildeten Fachkräfte, sondern auch wegen des noch bezahlbaren Wohnraums für die Mitarbeiter“, eröffnete Bröhr die Pressekonferenz.

Wirtschaftsförderung

Im Rahmen der Wirtschaftsförderung wurden 51 Zusagen mit einem Volumen von 9,8 Millionen Euro ausgesprochen, was einer Steigerung von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Durch die Unterstützung der Förderbank konnten die Betriebe des Kreises 435 Arbeitsplätze sichern und 44 neu schaffen.

Die Zahlen beweisen nach den Worten von Landrat Bröhr das hohe wirtschaftliche Potenzial der Region – und wie sehr deren Unternehmen von der Zusammenarbeit mit der ISB profitieren. So wurden Gründern insgesamt neun Kredite mit einem Gesamtvolumen von 3,8 Millionen Euro gewährt, was im Vergleich zum Vorjahr eine Verdoppelung ist. Zudem erhielten sieben Nachwuchsunternehmer Zuschüsse zu den Beratungskosten im Rahmen einer Existenzgründung oder Unternehmensnachfolge. „Die Zusammenarbeit der in unserem Kreis ansässigen Unternehmen, der ISB und dem Kreis erfolgt Hand in Hand. So kann eine auf das einzelne Unternehmen passgenaue Unterstützung von allen Seiten erfolgen. Insbesondere unser Wirtschaftsförderverein ‚Regionalrat Wirtschaft e.V.‘ unterstützt sowohl die Existenzgründung, als auch die Vernetzung der ansässigen Unternehmen“, sagte Bröhr.

Elfmal wurden MFP-Unternehmerkredite gewährt. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 3,6 Millionen Euro, mit denen insgesamt 330 Arbeitsplätze gesichert wurden. „Es freut mich ungemein, dass wir Betriebe aus den unterschiedlichsten Branchen – von Handwerks- und Bauunternehmen bis hin zu medizinischen Einrichtungen – mit unseren Darlehen primär Wachstums- und Festigungsinvestitionen ermöglichen konnten“, sagte Link.

Insgesamt hätten 30 Unternehmen von Zuschüssen in Höhe von insgesamt 2,3 Millionen Euro profitiert: Neben dem bereits erwähnten Existenzgründer-Beratungsprogramm wurden neunmal Zuschüsse für das Mittelstandsberatungsprogramm des Landes, viermal für die Ausbildung aus Insolvenzen und dreimal Messeteilnahmen unterstützt. „Die Zahlen zeigen, wie breit die Betriebe des Rhein-Hunsrück-Kreises aufgestellt sind und wie gut die Wirtschaftsförderinstrumente und Darlehen der ISB die Bedarfe erfassen“, freute sich Link.

Im Rahmen des regionalen Landesförderprogrammes und der Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz wurden fünf Unternehmen mit insgesamt rund zwei Millionen Euro gefördert. „Wir sind zufrieden mit den unterschiedlichen Förderprogrammen der ISB. So zeigt sich, dass die breite Palette an Programmen die verschiedenen Bedarfe der Unternehmen deckt und praxisgerecht umgesetzt wird“, schloss sich Bröhr Links Auffassung an.

Wohnraumförderung

Im Bereich der Finanzierung von Wohnraum lag das Fördervolumen wie im Vorjahr bei rund drei Millionen Euro. Im Rahmen der Förderung von Wohneigentum konnte mit Krediten von 2,8 Millionen Euro 40 jungen Familien zu einem eigenen Zuhause verholfen werden. Zudem wurde neun Kredite über insgesamt 242.000 Euro für Modernisierungen vergeben. Hinzu kommen Tilgungszuschüsse in Höhe von 53.000 Euro. „Die im September vergangenen Jahres umgesetzten Verbesserungen in der Wohneigentumsförderung werden sehr gut angenommen“, befand Link. „Im Rhein-Hunsrück-Kreis arbeitet und lebt es sich gut – ich bin froh, dass die ISB dazu beitragen kann“. Ebenso wie im Bereich der Wirtschaftsförderung laufe die Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung in Simmern ausgezeichnet und problemlos.

Förderergebnis Rheinland-Pfalz 2017

Insgesamt hat die ISB im vergangenen Jahr im Rahmen der Wirtschafts- und Wohnraumförderung rheinland-pfalz-weit mit einem Volumen von 417,1 Millionen Euro (+ 19 Prozent) insgesamt 2.841 Zusagen (+ 3 Prozent) ausgesprochen. Im Bereich der Finanzierung von Wohnraum stieg das Förderergebnis um 21 Prozent. Insgesamt förderte die ISB im Jahr 2017 2.190 Wohneinheiten (+ 18 Prozent) mit einem Volumen von 160,8 Millionen Euro. Im Bereich der Wirtschaftsförderung verzeichnet die ISB im Jahr 2017 einen Anstieg der Fördervolumina um 39,1 Millionen Euro auf 256,3 Millionen Euro bei 1.410 Förderzusagen (Vorjahr 1.504). Rund 13.800 Arbeitsplätze wurden gesichert und rund weitere 1.000 geschaffen.

Die ISB agiert in der Wirtschafts- und Wohnraumförderung subsidiär, sie unterstützt die Kunden wettbewerbsneutral gemeinsam mit den Hausbanken. Der Fokus der Förderbank liegt auf der Umsetzung der Wirtschafts-, Struktur- und Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz.

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Claudia Belz
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