Nachbericht: Preisverleihung "Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz" 2018

Für ihre herausragende Firmenpolitik und die innovativen Ideen und deren Umsetzung wurden acht Unternehmen als „Attraktiver Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet. Die Nominierungsvorschläge für die Unternehmen kamen von den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern der vier Bezirke des Landes – Rheinhessen, Pfalz, Koblenz und Trier. © Markus Kohz

Moderatorin Patricia Küll führte die Gäste wie gewohnt souverän und charmant durch das Programm. © Markus Kohz

Dr. Ulrich Link eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßungsrede und erläuterte dabei, warum es für Arbeitgeber wichtig ist, sich immer wieder neue, kreative Ideen einfallen zu lassen, um ihre Unternehmen für Fachkräfte attraktiver zu gestalten. © Markus Kohz

In der Talkrunde mit Patricia Küll, erläuterte Staatssekretärin Daniela Schmitt, des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, wie die Unternehmen den Fachkräftenachwuchs in der Region für die Zukunft durch ihre Personalpolitik unterstützen und fördern können. © Markus Kohz

Marcus Smola, Geschäftsführer der Best Western Hotels Central Europe, referierte über „Die Goldfischstrategie: 1 Prozent Kosten – 100 Prozent begeisterte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. © Markus Kohz

In einer kurzen Talkrunde mit Patricia Küll berichtete Hr. Smola über seine Zeit als „Undercover Boss“: „Arbeitgeber müssen endlich begreifen, dass ,Mitarbeitermarketing‘ genauso wichtig ist wie ,Kundenmarketing‘. © Markus Kohz

Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE der Hochschule Ludwigshafen, sprach über Zielkonflikte in der Zeitpolitik: „Während aus betrieblicher und volkswirtschaftlicher Sicht angesichts des Fachkräftemangels die Notwendigkeit besteht, alle Zeitreserven zu heben, steigt gleichzeitig das Bedürfnis nach Entschleunigung und Balance seitens der Beschäftigten in einem immer länger werdenden Erwerbsleben an. Dieser Zielkonflikt in der Zeitpolitik lässt sich nicht zuletzt durch innovative Arbeitszeitmodelle entschärfen.“ © Markus Kohz

In der Region Koblenz wurde die Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG aus Bad Sobernheim prämiert. Hevert ermöglicht seinen 200 Mitarbeitenden durch rund 60 unterschiedliche Arbeitszeitmodelle eine besondere Work-Life-Balance. © Markus Kohz

Das Unternehmen Sanitätshaus Wittlich GmbH aus Bad Ems überzeugt durch eine klare Unternehmensstruktur. Eine Kommunikationsmatrix dient den Beschäftigten als Orientierungshilfe, welche Ansprechpartner für welche Themen zuständig sind. © Markus Kohz

Die Gunther Dech Bau GmbH aus Ramsen erhielt die Auszeichnung für die offene Kommunikation und Fairness innerhalb des 23-köpfigen Teams und zu den Kunden. Gefördert wird das kooperative Miteinander durch eine einheitliche Firmenkleidung und monatlichen Besprechungen mit der gesamten Belegschaft. © Markus Kohz

In der Region Pfalz konnte die SBN Wa?lzlager GmbH & Co. KG aus Schönenberg-Kübelberg mit ihrer offenen Unternehmenskultur beeindrucken. Eine tolerante Fehlerkultur und der Einbezug der 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unternehmerische Entscheidungsprozesse, beispielsweise durch das Ideenforum, sind ebenso wie das Gesundheitsmanagement fest in der Unternehmensstruktur verankert. © Markus Kohz

In der Region Rheinhessen wurde die Lufthansa Technik AERO Alzey GmbH ausgezeichnet. Das Unternehmen legt Wert auf eine möglichst große Handlungs- und Entscheidungsfreiheit seiner 625 Mitarbeitenden sowie ein Gleichgewicht zwischen individuellen Arbeitszeitwünschen und den betrieblichen Erfordernissen. © Markus Kohz

Die in Mainz ansässige NTA Systemhaus GmbH & Co. KG wurde für ihre stark auf die 150 Beschäftigten ausgerichteten Unternehmenswerte prämiert. Flache Hierarchien und eine offene Gesprächskultur sowie ein „Kummerkasten“ bilden ein familiäres Arbeitsumfeld. © Markus Kohz

Die Floss Holzbau GmbH mit Sitz in Schönecken in der Eifel erhielt die Auszeichnung für ihr Motto „Geht nicht, gibt´s nicht“, das sich sowohl auf Kundenwünsche als auch auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben der Beschäftigten bezieht. © Markus Kohz

In der Region Trier wurde die Bitburger Braugruppe GmbH aus Bitburg in der Eifel prämiert. Die Verbindung von traditionellen Werten mit modernen und flexiblen Arbeitsformen und -umgebungen ist die Basis der verfolgten Lebensphasenorientierten Personalpolitik. © Markus Kohz

Die Preisträger "Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz" des Jahres 2018. © Markus Kohz

Die Zukunft von Rheinland-Pfalz liegt in den Händen attraktiver Arbeitgeber.
Doch gibt es ein „Geheimrezept“? Was zeichnet einzigartige Arbeitgeber aus und macht sie anziehend für Beschäftigte sowie für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber? Zahlreiche mittelständische Unternehmen in Rheinland-Pfalz befassen sich mit der Unternehmens- und Personalpolitik und leisten nicht nur hervorragende Arbeit, sondern haben auch Lösungsansätze gefunden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Acht von ihnen zeigten sich besonders engagiert und überzeugten die unabhängige Jury der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz mit einer kreativen Personalpolitik, firmeninternen Aktivitäten sowie einer nachhaltigen Unternehmenskultur. Staatssekretärin Daniela Schmitt kürte diese auf der Preisverleihung zum „Attraktiven Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“.

Zu den prämierten Betrieben der Region Koblenz zählt u.a. die Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG. Geschäftsführer Marcus Hevert trägt die Verantwortung für knapp 200 Mitarbeitenden bereits in der dritten Unternehmergeneration. Der 1956 gegründete Familienbetrieb zählt derzeit zu einem der zehn bedeutendsten Homöopathie- Herstellern weltweit und überzeugte die Jury durch die besonders gute Work-Life-Balance seiner Beschäftigten. Rund 60 verschiedene Arbeitszeitmodelle, ein eigenes Hevert- Kinderhaus und vieles mehr zeichnen das Unternehmen als „Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“ aus.

Die Sanitätshaus Wittlich GmbH, vertreten durch Manuela Labonte, wurde ebenfalls für die Region Koblenz ausgezeichnet. 150 Beschäftigte an 18 Standorten in Rheinland-Pfalz und Hessen sind Teil einer klaren Unternehmensstruktur. Diese stellt den Mitarbeitern u.a. eine Kommunikationsmatrix zur Verfügung, die verdeutlicht, welche Ansprechpartner für welche Themen zuständig sind. Des Weiteren hat sich ein Patensystem etabliert, auf das neue Mitarbeitenden zugreifen können. Neben zahlreichen verschiedenen Ausbildungsplätzen bietet die Sanitätshaus Wittlich GmbH zudem angepasste Fort- und Weiterbildungskonzepte an, um die benötigten Fachkräfte von Morgen selbst zu entwickeln.

Für die Region Pfalz wurde die SBN Wälzlager GmbH & Co. KG prämiert. Das 1998 gegründete, international tätige Familienunternehmen, wird von Tim Hutzel vertreten und hat sich auf die Entwicklung und den Handel mit Präzisions-Wälzlagern und Linearprodukten spezialisiert. Das Unternehmen, mit derzeit 32 Mitarbeitenden, überzeugte die Jury mit einer offenen Kommunikationskultur, die es den Beschäftigten ermöglicht, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Vorschläge klar zu äußern und gemeinsam Lösungen zu finden. Eine kostenlose Bereitstellung von Wasser und Obst sowie ein eigener Fitnessraum sind nur einige Maßnahmen und Angebote eines aktiven Gesundheitsmanagements. Zudem engagiert sich die SBN Wälzlager GmbH & Co.KG an sozialen und ökologischen Projekten und trägt somit dazu bei, die Bildungs- und Lebensbedingungen in der Region zu verbessern.

Die 1999 von Gunther Dech gegründete Gunther Dech Bau GmbH wurde ebenfalls für die Region Pfalz geehrt. Insgesamt 23 Mitarbeitenden tragen tagtäglich zum Erfolg des Unternehmens im Baubereich bei.
Mit dem Preis „Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“ wurde die Gunther Dech Bau GmbH zum einen Aufgrund ihrer offenen Kommunikationskultur und ihrer Fairness ausgezeichnet. Zum anderen überzeugte das Gemeinschaftsgefühl die Jury, welches u.a. durch einheitliche Firmenkleidung, wie auch durch die jährliche Wahl des „Mitarbeiters bzw. der Mitarbeiterin des Jahres“ gestärkt wird. Zur Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens werden zudem jährlich Ausbildungsplätze sowie interne und externe Schulungen und Weiterbildungen angeboten.

Für die Region Rheinhessen wurde die Lufthansa Technik AERO Alzey GmbH, vertreten durch Mark Johnson, mit dem begehrten Pokal ausgezeichnet. Rund 625 Mitarbeitende kümmern sich um die Reparaturen und die Instandhaltung von Triebwerken von Regionalflugzeugen. Einer der Erfolgsfaktoren des Unternehmens, welcher maßgebend zur Prämierung beitrug, ist die Balance zwischen den individuellen Arbeitszeitwünschen der Mitarbeitenden und den betrieblichen Erfordernissen. Auch das Aus- und Weiterbildungskonzept des Unternehmens ist sehr zukunftsgerichtet, sodass bspw. die Zahl der Auszubildenden in den letzten Jahren nahezu verdoppelt wurde.

Des Weiteren wurde Hans A. Becker für die NTA Systemhaus GmbH & Co. KG ausgezeichnet. Das Unternehmen ist mit 150 Beschäftigten an fünf Standorten in der Region Rheinhessen eine feste Größe in der Branche der Kommunikations- und Sicherheitstechnik. Die Basis des Unternehmenserfolgs bildet die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gestärkt wird diese durch regelmäßige abteilungsübergreifende Meetings, einen „Kummerkasten“, eine offene Gesprächskultur sowie flache Hierarchien. In dem familiären Arbeitsumfeld kommt der Ausbildung eine besondere Bedeutung zu. So erhalten alle Auszubildenden eine Übernahmegarantie nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung und werden aktiv motiviert an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen.

Für die Region Trier erhielt die Bitburger Braugruppe GmbH, vertreten durch Theo Scholtes, die Auszeichnung zum „Attraktiven Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“. Die Braugruppe hat sich in ihrer über 200-jährigen Firmengeschichte von einer Landbrauerei hin zu einer der bedeutendsten Privatbrauereien in Deutschland entwickelt. Knapp 1700 Mitarbeitenden tragen nun dazu bei, die zahlreichen Produkte in über 60 Länder weltweit zu verbreiten. Die Jury war vor allem von den traditionellen Werten, verbunden mit modernen und flexiblen Arbeitsformen, begeistert. Das unternehmenseigene „Grundgesetz“, welches die Leitplanken der Zusammenarbeit definiert, trägt maßgeblich dazu bei, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Beitrag zur Innovations- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens liefern können.

Die Floss Holzbau GmbH wurde ebenfalls für die Region Trier ausgezeichnet. Entgegengenommen wurde der Pokal von Peter Floss, Seniorchef und Gesellschafter in 4. Generation sowie von den Gebrüdern Jochen & Martin Floss, Geschäftsführer in der 5. Generation. Getreu dem Motto „Geht nicht, gibt´s nicht“ sind die 12 Mitarbeitenden des Familienunternehmens im Bereich Holzbau, Zimmerei und Blockhausbau sowie Ingenieurholzbau tätig. Dieses Motto prägt auch das Engagement des Unternehmens. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben steht für die Floss Holzbau GmbH an erster Stelle. Die Juroren freuten sich
besonders, ein Unternehmen auszuzeichnen, das sich weit über den Geschäftsbetrieb hinaus für die Förderung der Attraktivität und Lebensqualität der Eifelregion einsetzt.

Neben der feierlichen Auszeichnung der Best-Practice-Unternehmen wurde die Veranstaltung durch spannende Vorträge von Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE, sowie von Marcus Smola, Geschäftsführer der Best Western Hotels Central Europe zu einem spannenden Abend für die zahlreichen Gäste.
Marcus Smola präsentierte Lösungsansätze, um Mitarbeitende zu begeistern und langfristig zu binden. Zudem berichtete er über seine Zeit als „Undercover Boss“ und gab Tipps zu einer guten Mitarbeiterführung.

Der anschließende Stehempfang bat den Gästen die Gelegenheit sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

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Antje Duwe
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