Handwerk attraktiv Rheinland-Pfalz

Veranstaltung macht Unternehmen fit für die Zukunft

Das Handwerk als eine tragende Säule der rheinland-pfälzischen Wirtschaft sieht sich großen Herausforderungen gegenüber: Während oft unklar ist, wie es um die künftige Personaldecke bestellt ist und wer das Unternehmen in Zukunft führt, müssen entscheidende Weichen gestellt werden, um von der unaufhaltsam voranschreitenden Digitalisierung zu profitieren. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums, der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) sowie der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz diskutierten Experten aus Handwerk, Wirtschaft und Politik, mit welchen Strategien und Mitteln Unternehmen fit für die Zukunft werden.  

Zur Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze tauschten die Teilnehmer ihre jeweiligen Erfahrungen und Standpunkte in drei sogenannten „World-Café-Runden“ aus – beispielsweise zur zentralen Frage, wie angesichts niedriger Geburtenzahlen geeignetes Personal gefunden und gehalten werden kann. „Wir stärken die duale Ausbildung und beraten Unternehmen, wie sie sich als attraktive Arbeitgeber positionieren können. Dies ist ein Teil der Fachkräftestrategie der Landesregierung. Wir haben 16 konkrete Ziele definiert, die wir in den kommenden drei Jahren erreichen wollen, um den Fachkräftebedarf der Unternehmen zu sichern. Dazu dient auch die heutige Veranstaltung“, erklärte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt bereits im Begrüßungstalk mit ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link und Ralf Hellrich, zukünftiger Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz.

Von spezieller Brisanz ist das Thema Generationenwechsel, wenn es um die Leitung eines Betriebes geht. Das Finden eines geeigneten Nachfolgers ist lediglich der Auftakt zu einer Reihe rechtlicher, wirtschaftlicher und zwischenmenschlicher Fragen, die jedoch bei gründlicher Vorbereitung der Reihe nach geklärt werden können. „Die Nachfolgefrage ist für Betriebe ein Projekt essenzieller strategischer Bedeutung. Von Fragen zur Persönlichkeit des Übernehmers bis zur Feststellung der objektiven Übernahmefähigkeit des Betriebes hilft die organisationseigene Betriebsberatung der Handwerkskammer als Impulsgeber und Partner“, äußerte sich Hellrich, der bisher als Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Pfalz tätig war.

Doch nicht nur der personelle, sondern auch der digitale Wandel erfordert vorausschauendes Handeln, das oft mit hohen Investitionskosten einhergeht. Daher galt auch der Frage, auf welche Unterstützungsmöglichkeiten Betriebe bei der Realisierung ihrer Projekte zurückgreifen können, große Aufmerksamkeit. „Die Instrumente und Programme der ISB sind so ausgestaltet, dass sie kombiniert und in allen genannten Situationen angewandt werden können“, erklärte Link Aufgabe und Portfolio der Förderbank des Landes. „So groß die Herausforderungen auch sein mögen, so bieten sie Unternehmen doch vielfältige Anreize und Möglichkeiten, erforderliche Modernisierungsmaßnahmen auszugestalten.“ 

Für einen Extraschwung Energie und Inspiration für die anstehenden Aufgaben sorgte Motivationstrainer Matthias Herzog mit seinem Vortrag zum Thema „Spitze sein, wenn es darauf ankommt“: „Der Erfolg kommt mit der richtigen Einstellung: Wer Veränderungen nicht als lästiges Übel, sondern als Chancen für Verbesserungen betrachtet, kann aus ihnen beruflich wie persönlich Erfolg und Begeisterung ziehen.“

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Julia Isermenger
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