This girl is on fire

Unternehmerinnentag zeigt Frauen Möglichkeiten im Handwerk auf

Bei Mitmachaktionen konnten die Gäste moderne handwerkliche Techniken erproben. @ISB/Sell

Virtuelles Schweißen, VR-Brillen und Lasercutter – Handwerk bietet nicht nur goldenen Boden, sondern gerade auch Frauen topmoderne Methoden und Möglichkeiten zur eigenen Entfaltung. Davon konnten sich rund 100 Gäste im Rahmen der Veranstaltung „This girl is on fire – Unternehmerinnentag im Handwerk“, zu der das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium, die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und die Handwerkskammer Koblenz geladen hatten, bei Mitmachaktionen und Talks überzeugen.

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt ging auf die Chancen ein, die handwerkliche Berufe weiblichen Nachwuchskräften bieten: „Wir erleben, dass immer mehr Frauen Interesse an einer Selbstständigkeit haben. Das Handwerk ist hierbei eine hoch attraktive Branche. Die Auftragslage ist besser denn je, und mit unserem Meisterbonus II unterstützen wir beim Gründen eines eigenen Unternehmens. Zudem ermöglicht der Beruf kreatives Arbeiten wie kaum eine andere Branche. Auch das macht das Handwerk besonders attraktiv.“

Dies konnten fünf Unternehmerinnen, die ihr berufliches Glück jenseits klassischer Bürotätigkeiten gefunden haben, nur bestätigen: Lena Eiler von der Handtaschenmanufaktur Just Lena, Anja und Kathrin Rosenbach von der Sportorthopädie Rosenbach, Konditormeisterin Franka Rössel und Julia Goray von der Haarmanufaktur Goray berichteten, warum sie froh sind, sich für eine handwerkliche Ausbildung entschieden zu haben: „Machen ist wie wollen, nur krasser! In meinem Beruf verdiene ich meinen Lebensunterhalt mit individuellen, praktischen Produkten anstatt mit Massenware – das kann nur das Handwerk“, berichtete Eiler.

Verschiedene Mitmachaktionen boten Gelegenheit, moderne Techniken und die eigenen Fähigkeiten zu testen. Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer Koblenz, freute sich, jungen Menschen den Facettenreichtum des Handwerks näher zu bringen: „Klassische Rollenbilder gibt es im Handwerk schon lange nicht mehr, und auch in den technischen Berufen arbeiten Frauen sehr erfolgreich. 21 Prozent aller Meisterbriefe gingen 2019 an Frauenhände. Wichtig ist uns, diese Erfolgsgeschichten ins Rampenlicht zu stellen, um weitere Frauen für das Handwerk zu gewinnen. Die heutige Veranstaltung ist dafür natürlich optimal geeignet.“

Wer auf der Veranstaltung Feuer für einen der vorgestellten Berufe fing, konnte sich auf dem angeschlossenen Infomarkt über Aus- und Weiterbildungsangebote informieren. Außerdem wurden Finanzierungs- und Förderprogramme vorgestellt, mit denen das Land Rheinland-Pfalz Gründungs- und Übernahmewillige unterstützt. „Immer mehr Frauen nutzen die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Neugründung oder einer Unternehmensnachfolge selbstständig zu machen“, sagte ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link in seiner Begrüßung. Die ISB unterstütze die Realisierung mit entsprechenden Förderprogrammen.

KONTAKT

Julia Isermenger
06131 6172-1608