Starke Maßnahmen im Bereich Personalpolitik

Preisverleihung „Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“

Für ihre herausragende Firmenpolitik und die innovativen Ideen und deren Umsetzung wurden acht Unternehmen als „Attraktiver Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet. Die Nominierungsvorschläge für die Unternehmen kamen von den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern der vier Bezirke des Landes – Rheinhessen, Pfalz, Koblenz und Trier.

Moderatorin Patricia Küll führte die Gäste wie gewohnt souverän und charmant durch das Programm.

Dr. Ulrich Link eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßungsrede und erläuterte dabei, warum es für Arbeitgeber wichtig ist, sich immer wieder neue, kreative Ideen einfallen zu lassen, um ihre Unternehmen für Fachkräfte attraktiver zu gestalten.

In seiner Rede erklärte Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, wie die Unternehmen den Fachkräftenachwuchs in der Region für die Zukunft durch ihre Personalpolitik unterstützen und fördern können.

Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE), erläuterte in ihrem Vortrag unter anderem, die Bedeutung individueller Arbeitszeiten. Diese ermöglichen es dem Arbeitnehmer, seinen Beruf und sein Privatleben besser aufeinander abzustimmen und somit auch effizienter zu arbeiten.

Die Gäste hörten den Vorträgen gespannt zu, um vielleicht auch einige der angesprochenen Ideen im eigenen Unternehmen umzusetzen.

Das Unternehmen Griesson – de Beukelaer GmbH & Co. KG aus Polch setzt zum Wohl der Mitarbeiter auf eine flexible Arbeitszeitgestaltung mit unterschiedlichen Schichtmodellen und Gleitzeitregelungen. Unter anderem wurde es für ein umfangreiches Gesundheitsprogramm mit speziellen Aktionstagen im Jahr ausgezeichnet.

Ralf Heller, LPKF Laser & Electronics AG, stellte vier der ausgezeichneten Unternehmen vor und überreichte ihnen die Preise.

Das Familienunternehmen Leisenheimer – Die Malerwerkstätte aus Windesheim wurde für die gute Mitarbeiterführung und das ganzheitliche Miteinander von Kunden, Mitarbeitern und Arbeitgebern ausgezeichnet. Außerdem setzen sie sich besonders für Frauen im Handwerk ein.

Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, hielt die Laudationen zu weiteren vier ausgezeichneten Unternehmen und überreichte den Vertretern eine Urkunde sowie einen Pokal.

Die F&B Nutzfahrzeug-Technik GmbH aus Hagenbach erhielt ihre Auszeichnung unter anderem für die Einführung eines betriebsinternen Aus- und Weiterbildungskonzeptes mit einem speziell angelegten Trainee-Programm für Nachwuchskräfte.

Eine weitere Ehrung erhielt die EPOS GmbH vor allem für die individuelle Betreuung der Beschäftigten. Das Angebot reicht von beruflichem Coaching für Fach- und Führungskräfte bis hin zu der psychosozialen Beratung in Krisen und Konfliktsituationen. Besonders wichtig ist ihnen auch die Förderung der Beschäftigten mit Migrationshintergrund.

Die mitcaps GmbH aus Mainz gehört zu den Preisträgern aus der Region Rheinhessen und wurde für das kooperative und selbstverantwortliche Miteinander im Unternehmen ausgezeichnet. Besondere Erfolge einzelner Personen und ganzer Teams werden gemeinsam im Unternehmen gefeiert und mit Sachleistungen prämiert.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Unternehmen MAURUS Automatisierungstechnik aus Bodenheim, welches sehr viel für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben unternimmt. Vor allem den persönlichen Arbeitszeitwünschen der Belegschaft wird entsprochen.

Die Pianohaus Marcus Hübner e.K. in Konz bei Trier, wurde für seine hoch innovative, mitarbeiternahe und gleichzeitig professionelle Personalarbeit ausgezeichnet. Dem Fachkräftemangel im Handwerk wird mit einer kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung begegnet. Sowohl betriebliche Anliegen als auch die persönlichen Belange und Wünsche werden vorbildlich unter einen Hut gebracht.

Die Mitarbeiter der GKN Driveline Trier GmbH werden aktiv in den Planungsprozess mit eingebunden und können so eigenverantwortlich zur Zielerreichung beitragen. Außerdem erhalten sie ein Weiterbildungskonto, eine individuelle Personalentwicklung sowie die Möglichkeit zum unternehmensfinanzierten dualen Studium.

Frank Kohl-Boas, Head of HR Northwest, Central & Eastern Europe, Google, legte in seiner Keynote dar, was Google unternimmt um seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein angenehmes Arbeitsumfeld zu ermöglichen. Er machte klar, dass auch kleine Aufmerksamkeiten zu einem guten Arbeitsklima verhelfen und jedes Unternehmen sein individuelles Konzept ausarbeiten muss, welches auch immer wieder überarbeitet werden sollte.

Alle Preisträger, Gäste und Redner konnten bei dieser Verleihung viele verschiedene Unternehmen mit unterschiedlichen Konzepten für die Personalpolitik kennenlernen und vielleicht auch die ein oder andere Idee mitnehmen.

Der anschließende Stehempfang wurde mit stilvoller Hintergrundmusik von der Band „the flow“ untermalt.

Acht Unternehmen aus den vier rheinland-pfälzischen Kammerbezirken, die sich im Bereich Personalpolitik besonders engagiert haben und individuelle Lösungsansätze gefunden haben, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, wurden von Wirtschaftsministerium, Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und den rheinland-pfälzischen Kammern mit dem Titel „Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“ gewürdigt.

„Für Rheinland-Pfalz als Land des Mittelstands sind attraktive Arbeitgeber, die über die Landesgrenzen hinaus strahlen, ein wichtiger Faktor, um sich im Wettbewerb der Standorte behaupten zu können. Gute, innovative Unternehmens- und Personalpolitik ist eine Chance für mittelständische Betriebe, qualifizierte Fachkräfte gewinnen und binden zu können und damit Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land dauerhaft zu sichern“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. „Die heute ausgezeichneten Unternehmen sind Vorbilder für eine gute Unternehmenskultur und Wertschätzung, nicht nur gegenüber Kundinnen und Kunden, sondern auch gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.

Region Rheinhessen

In der Region Rheinhessen wurde die mitcaps GmbH aus Mainz prämiert. Neben einer finanziellen Beteiligung am Unternehmenserfolg investiert das Unternehmen umfangreich in die Aus- und Weiterbildung sowie in die Arbeitsplätze der Beschäftigten. Das kooperative und selbstverantwortliche Miteinander der zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist in den Unternehmenswerten tief verankert, sehr deutlich ist der Teamspirit zu spüren.

Die in Bodenheim ansässige MAURUS Automatisierungstechnik wurde für die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben der zweiunddreißig Beschäftigten ausgezeichnet. Vor allem flexible Langzeitkonten tragen dazu bei, dass sowohl den betrieblichen Erfordernissen als auch den persönlichen Arbeitszeitwünschen entsprochen werden kann.

Region Pfalz

In der Region Pfalz erhielt die EPOS GmbH aus Wörth am Rhein die Auszeichnung vor allem für die individuelle Betreuung der einunddreißig Beschäftigten. Im Jahr 2016 wurde eigens eine Stelle für Beratung und Coaching geschaffen.

Für das betriebsinterne Aus- und Weiterbildungskonzept mit einem speziell angelegten Traineeprogramm für Nachwuchskräfte wurde die F & B Nutzfahrzeug-Technik GmbH aus Hagenbach ausgezeichnet. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, dass sich die achtundsechzig Beschäftigten bei der Arbeit direkt einbringen. Der Teamgedanke ist großgeschrieben.

Region Trier

In der Region Trier erhielt das Traditionsunternehmen GKN Driveline Trier GmbH für sein hohes Engagement in die Ausbildung und Qualifizierung der 525 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Auszeichnung. Der Weg vom Auszubildenden zum Geschäftsführer wird gelebt und mit vielen Instrumenten unterstützt.

Das Pianohaus Marcus Hübner e. K. aus Trier überzeugte die Jury durch seine hoch innovative, mitarbeiternahe und gleichzeitig professionelle Personalarbeit. Ein strategisches Tool stellen die begleiteten Visionstage dar, an denen die einundzwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ideen zur Weiterentwicklung des Unternehmens einfließen lassen.

Region Koblenz

Die Griesson – de Beukelaer GmbH & Co. KG aus Polch punktete mit der flexiblen Arbeitszeitgestaltung mit unterschiedlichen Schichtmodellen und Gleitzeitregelungen, um Berufs- und Privatleben der 2.000 Beschäftigten bestmöglich zu vereinbaren. Das Familienunternehmen sieht sich als großes Team, in dem Beschäftigte füreinander da sind und auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten.

Als weiterer Vertreter der Region Koblenz erhielt Leisenheimer – Die Malerwerkstätte aus Windesheim die Auszeichnung. Gute Mitarbeiterführung ist den Geschäftsführern sehr wichtig, damit der Balanceakt eines ganzheitlichen Miteinanders von Kunden, Beschäftigten und Arbeitgeber gut funktioniert. Kurze Wege, ein offenes Ohr für die Anliegen der siebzehn Kolleginnen und Kollegen, eigenverantwortliches Arbeiten sowie die Fachkräftesicherung haben Priorität.

 

„Ob junge Unternehmen, Traditionsunternehmen, große Familienunternehmen – so unterschiedlich die Preisträger sind, sie haben eines gemeinsam: Sie haben den Fachkräftemangel erkannt und wissen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das wichtigste Gut sind. Teamgeist, flexible Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eigenverantwortliches Arbeiten haben in den prämierten Unternehmen Priorität“, erläuterte ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link.

Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE der Hochschule Ludwigshafen, sprach über Zielkonflikte in der Zeitpolitik: „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels gilt es, alle vorhandenen Zeitpotenziale innerhalb der Belegschaft zu heben. Die ausgezeichneten Unternehmen haben deutlich gemacht, dass durch unterschiedliche flexible Arbeitszeitmodelle sowohl die Bedarfe der Mitarbeitenden als auch die Bedarfe der Unternehmen gleichermaßen erfüllt werden können.“

Was das weltweit agierende Unternehmen Google zu einem attraktiven Arbeitgeber macht, erläuterte der Head of HR Nord- und Zentraleuropa, Frank Kohl-Boas, in seinem Vortrag: „Die Gründer Larry Page und Sergey Brin haben bereits anlässlich des Börsengangs 2004 in ihrem Brief an zukünftige Aktionäre klargestellt, dass Google so konzipiert wurde, die für das Unternehmen besten Talente zu finden und für sich zu halten. Daran hat sich bis heute nichts geändert.“

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Claudia Belz
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