Das Land Rheinland-Pfalz fördert mit Unterstützung durch Mittel des Bundes die Modernisierung von acht bezahlbaren klimagerechten Mietwohnungen in Mainz: Die Mainzer Stadtwerke AG erhält hierfür Darlehen der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro und Tilgungszuschüsse in Höhe von rund 560.000 Euro. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen überreichte gemeinsam mit ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link den Förderbescheid an Daniel Gahr, Vorstand der Mainzer Stadtwerke AG.
Insgesamt werden in der Mühltalstraße in Mainz acht bestehende Mietwohnungen modernisiert. Die geförderten Wohnungen überzeugen durch den hohen Einsatz erneuerbarer Energien und sind für Haushalte mit mittleren Einkommen für 20 Jahre zweckgebunden.
„Gerade in der wachsenden Landeshauptstadt Mainz sind steigende Mieten und knapper Wohnraum eine große Herausforderung. Unsere Programme der sozialen Wohnraumförderung verbinden Bezahlbarkeit mit einer zukunftsorientierten Gestaltung des Wohnungsangebots. Mit der Förderung der klimagerechten Modernisierung von acht Mietwohnungen unterstützen wir nicht nur die dauerhafte Sicherung von bezahlbarem Wohnraum, sondern investieren zugleich in moderne, nachhaltige und lebenswerte Wohnungen. Hiermit wird der soziale Zusammenhalt in unserer Stadt gestärkt“, so Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen.
Vorstandsvorsitzender Daniel Gahr erläuterte: „Die Mainzer Stadtwerke verfügen über ein kleines Angebot von knapp 40 Wohnungen im Stadtgebiet. Diese sind an aktive und ehemalige Mitarbeitende und Hinterbliebene vermietet, zu sehr sozialen Mieten. Für uns ist dieses Angebot wichtig, um die MSW als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Wir möchten die Wohnungen aus den 60er und 70er Jahren energetisch auf den Effizienzhausstandard 55 bringen, um unseren Anforderungen an Nachhaltigkeit im Konzern gerecht zu werden und gleichzeitig für die Bewohner einen zeitgemäßen Wohnkomfort zu bieten. Die Mühltalstraße ist dafür unser Pilotprojekt, für dessen Aufwertung wir insgesamt knapp 2,5 Mio. Euro in die Hand nehmen. Der Baustart soll in den kommenden Monaten erfolgen. Während der Baumaßnahme erhalten alle Bewohner Ersatzwohnraum von uns, wobei die Sanierung ‚hausweise‘ erfolgt, also zunächst Haus Nr. 58, dann Haus Nr. 60. Dank der Förderung der ISB wird es möglich sein, die Wohnungen im Programm ‚Modernisierung bestehender Mietwohnungen‘ nach Abschluss der Maßnahme zu günstigen Konditionen an Berechtigte zu vermieten. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.“
Oberbürgermeister Nino Haase ordnet dieses Projekt ein als Teil der Mainzer Wohnraumstrategie für Menschen aller Einkommensgruppen: „Innerhalb weniger Wochen ist dies bereits der dritte Förderbescheid des Landes für bezahlbaren Wohnraum in Mainz: Diese Unterstützung ermöglicht den Bau von 112 Wohneinheiten in Weisenau, 288 auf dem Lerchenberg und die Modernisierung von 8 Wohnungen in Finthen. Neben hochengagierten privaten Investoren ist es richtig, dass städtische Unternehmen massiv investieren – wie die Wohnbau oder hier in Finthen die Stadtwerke. So schaffen und sichern wir langfristig Wohnraum – für Azubis und Studierende, aber auch für Normalverdiener, die wir fest im Blick behalten. Denn das Ziel ist klar: Mainz muss bezahlbar sein für Mainzerinnen und Mainzer aller Einkommensgruppen.“
Als Förderbank des Landes finanziert und begleitet die ISB soziale Wohnungsbauprojekte: „Die Fördermittel stärken nicht nur den sozialen Wohnungsbau, sondern auch die Entwicklung unserer Region. Wir investieren damit nachhaltig in lebenswerte Quartiere und freuen uns daher sehr, dieses Projekt zu begleiten“, sagte ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link. Durch die Förderung könne der Wohnraum für eine Miete in Höhe von 8,90 Euro für Haushalte mittleren Einkommens zur Verfügung gestellt werden.