Investition in Gründer ist Investition in eine zukunftsfähige Wirtschaft

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt hat in Mainz vier Startups ausgezeichnet, die eine Förderung über das Zuschussprogramm „startup innovativ“ erhalten. Insgesamt stellt das Wirtschaftsministerium in diesem Jahr 370.000 Euro bereit, um die Gründerinnen und Gründer und die Umsetzung ihrer innovativen, nicht-technologischen Geschäftsideen zu unterstützen. Die Zuschusssumme verteilt sich auf insgesamt 4 ausgezeichnete Startups.

„Unternehmerischer Nachwuchs belebt die Wirtschaft und macht sie zukunftsfähig. Die Gründer von heute sind der Mittelstand von morgen. Investieren wir in unsere Gründerinnen und Gründer, investieren wir in unsere Zukunft. Die Landesregierung unterstützt immer wieder Menschen, die bereit sind, Risiko zu übernehmen und mit Unternehmergeist und Verantwortungsbewusstsein ein neues Unternehmen aufzubauen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt bei der Auszeichnung der vier Gründungsideen, die sich beim Wettbewerb für das Förderprogramm „startup innovativ“ durchgesetzt hatten.

Ausgezeichnet wurden die Artificial Ecosystems GmbH (Kaiserslautern), Coating Radar (Ludwigshafen), das boep GmbH (Mainz) und Got Bag GmbH (Mainz).
„Mit startup innovativ verfolgen wir das Ziel, die Voraussetzungen für eine aktive Gründerszene in Rheinland-Pfalz weiterzuentwickeln und jungen, zukunftsfähigen Unternehmen eine gute Perspektive auf langfristiges Bestehen am Markt zu geben“, sagte Schmitt und fügte hinzu: „Dies nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf Netzwerken und Wissen, das wir während des Förderzeitraumes durch Coachings vermitteln.“

Die vier Startups wurden aus rund 40 Bewerbungen ausgewählt. Sie können eine Förderung von 10.000 bis maximal 100.000 Euro erhalten. Die Zuschüsse können breit eingesetzt werden, z.B. für die Anlaufkosten einer Gründung, die Entwicklung von Prototypen, für Muster- und Patentanmeldungen sowie für Investitionen in Maschinen oder IT-Technik.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb erhalten zudem ein kostenloses Coaching-Angebot in Form von Seminaren u.a. zu den Themen der Finanzierung und zu Vermarktungsfragen.

Die Geschäftsideen im Überblick:

Artificial Ecosystems GmbH, Kaiserslautern erhält 100.000 Euro - Begrünung von Gebäudefassaden
Begrünungen von Gebäudefassaden und anderen vertikalen Bauwerken. Sind im Trend, die Vorteile immens. Doch vor allem die unkalkulierbaren Folgekosten einer Begrünung schrecken viele Bauherren von einer Begrünung ab. Durch das modulare BryoSYSTEM, steht ein bautechnisch vielseitig verwendbares und gleichzeitig wartungsfreies Bauteil zur Verfügung, welches 365 Tage im Jahr grün ist und dabei noch große Mengen an Feinstaub bindet. Hiermit möchte der Gründer, Dr. Tobias Graf, mit Artificial Ecosystem einen Beitrag für nachhaltige intelligente Städte der Zukunft leisten und zukünftig ganze Ökosysteme, ja sogar Fauna wie Bienen und Käfer in die Vertikale bringen.

Coating Radar aus Ludwigshafen erhält 100.000 Euro - Cloud-Lösung für die Lohnbeschichtungsindustrie
Gestartet als Matchmaking-Plattform für industrielle Beschichtungsdienstleistungen, die Angebot und Nachfrage in der Lohnbeschichtungsindustrie zusammenführen möchte, fokussiert sich Gründer Lars Schmitt mit Coating Radar mittlerweile auf einen sogenannten Software-as-a-Service (SaaS) Ansatz für die Zielgruppe der Lohnbeschichtungsunternehmen. Konkret soll es sich bei der Software um eine Cloud-Lösung handeln, welche die meist traditionellen und noch kaum digitalen Lohnbeschichtungsunternehmen bei verschiedenen Geschäftsprozessen unterstützen soll. Diese soll den spezifischen Anforderungen der Industrie entsprechen und der Digitalisierung dieses wichtigen Wirtschaftszweigs dienen, dem in Deutschland, Österreich und der Schweiz ca. 1.500 Unternehmen, meist KMU, zuzurechnen sind. Seinen Sitz wird das Unternehmen in Altrip und Ludwigshafen am Rhein haben.

Das boep GmbH aus Mainz erhält 70.000 Euro - Feste Produkte für den Naturkosmetik-Markt
Als "das boep"-Gründerin Dr. Michaela Hagemann zum ersten Mal Mutter wurde, war sie auf der Suche nach geeigneten Naturkosmetik-Pflegeprodukten für ihre neugeborene Tochter. Die Inhaltsstoffe sollten natürlich pflegen und die Produkte frei von synthetischen Düften, Mineralölen oder Parabenen sein. Kurzum beschloss die junge Ärztin mit der Hilfe ihres Bruders Tilman und eines renommierten Naturkosmetik-Herstellers aus dem Allgäu eine eigene Linie zu entwickeln –  das babyœlprojekt (kurz: das boep) entstand.
Nach nun 4 Jahren auf dem Naturkosmetik-Markt beobachten die Gründer vor allem eines: Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten steigt immens. Um diesem Wunsch noch konsequenter nachzukommen, möchten sie ihre Produktpalette in Zukunft um feste Produkte erweitern: denn Cremes, Öle und Shampoos lassen sich auch als feste Produkte herstellen, ohne dass man Abstriche in der Anwendung machen muss. Die Produkte werden lediglich in einer recycelten Pappschachtel verpackt, benötigen also keine Plastiktube oder -flasche mehr und sind somit noch nachhaltiger.

Got Bag GmbHaus Mainz erhält 100.000 Euro - Rucksäcke aus Meeresplastik
Drei Viertel des Mülls bestehen aus Plastik. Die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik und Mikroplastikpartikel stellt ein zunehmendes Problem für Menschen und Tiere dar. Die Auswirkungen der Mikroplastikpartikel, die über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus gelangen, sind noch nicht erforscht. Plastik enthält oft Giftstoffe und Flammschutzmittel, die für Menschen und Tiere schädlich sind. Mit dem Unternehmen GOT BAG führt der Gründer Benjamin Mandos E-Commerce, Nachhaltigkeit und die Produktion von Reisetaschen und Rucksäcken zusammen. Diese drei Elemente sind für den Gründer die DNA des Unternehmens. Mit seiner Geschäftsidee leistet Benjamin Mandos einen Beitrag zur Eindämmung der fortschreitenden Verschmutzung der Weltmeere. 1.500 Fischer in Indonesien arbeiten mit dem Gründer zusammen und liefern Plastik aus dem Meer. Aus 2,5 kg Plastikmüll entsteht ein Rucksack, der funktional ist, gut aussieht und durch sein Rolltop in der Größe einstellbar ist.

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Nicola Diehl
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