ISB: Erfolgreiches Jahr 2013

  • Eigenkapitalstärkung durch Land schafft weitere Spielräume für Förderungen
  • Neugeschäft auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen 
  • Rund 30.000 Arbeitsplätze gesichert und geschaffen

Um rund 15 Prozent hat die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) das Neugeschäft im vergangenen Jahr gesteigert: Mit 2,4 Milliarden Euro unterstützte die Förderbank den rheinland-pfälzischen Mittelstand, die Kommunen sowie die Schaffung und Modernisierung von Wohnraum im Land. „Diese signifikante Steigerung des Fördervolumens belegt einmal mehr, dass die ISB durch die Bündelung der Förderprodukte ein wichtiger Partner in den Bereichen der Wirtschafts- und Wohnraumförderung ist“, sagte der Vorsitzende des ISB-Verwaltungsrates, Prof. Dr. Salvatore Barbaro, anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz in Mainz. Der Jahresabschluss verdeutliche erneut die stabile Aufstellung und solide Geschäftspolitik der ISB.

„Mit dem Jahresergebnis, das sich gemäß unseren Erwartungen entwickelt hat, bleiben wir auf moderatem Wachstumskurs. 2013 war für die ISB ein Jahr der Konsolidierung und der Stabilität“, ergänzte der Sprecher des Vorstandes, Ulrich Dexheimer. Die Bilanzsumme habe sich leicht von 10,6 Milliarden Euro auf 10,0 Milliarden Euro verringert und befinde sich nach wie vor auf hohem Niveau; es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 5,1 Millionen Euro erzielt nach 8,1 Millionen Euro im Vorjahr. „Der Bilanzgewinn in Höhe von 6,6 Millionen Euro fließt nicht in den Landeshaushalt, sondern trägt durch komplette Einstellung in die Gewinnrücklage zur Stärkung des Eigenkapitals bei. Damit versetzt das Land die ISB in die Lage, das Fördergeschäft mit den gewerblichen, kommunalen und privaten Kunden im Land weiter zu steigern“, führte Barbaro aus. Das im Vorjahresvergleich geringere Jahresergebnis resultiert unter anderem aus einem leicht niedrigeren Zinsüberschuss. Aufgrund der Umstellung von Treuhandgeschäft auf Eigendarlehen in der Wohnraumförderung sei das Provisionsergebnis ebenfalls  gesunken – von 18,2 Millionen Euro auf 16,4 Millionen Euro. Positiv hat sich das Bewertungsergebnis durch den Eingang wertberichtigter Forderungen entwickelt.

Neugeschäft leicht gestiegen

Die Produkte der ISB seien am Markt etabliert und werden vor allem in den Kernförderbereichen rege nachgefragt. Im vergangenen Jahr hat die ISB in den Programmen der Wirtschaftsförderung inklusive Kommunalkreditgeschäft rund 3.340 Zusagen bei einem Volumen von 2,33 Milliarden Euro ausgesprochen. Zu der Entwicklung steuerte das Mittelstandsförderungsprogramm einen großen Anteil bei: Hier erreichte die Zahl der Zusagen mit 1.944 das Rekordergebnis des Vorjahres nicht ganz (2012: 2.011 Zusagen), liegt aber weit über dem Ergebnis des Jahres 2011. Das gilt auch für das damit verbundene Volumen in Höhe von rund 318 Millionen Euro.

Bürgschaften und Gewährleistungen: Leichte Zunahme

Im Gewährleistungsgeschäft konnte die ISB im Neugeschäft mit eigenen Bürgschaften auf niedrigem Niveau leicht zulegen auf 11,1 Millionen Euro. Landesbürgschaften wurden wie 2012 keine nachgefragt. Der Bestand an Bürgschaften und Garantien lag Ende 2013 mit 133 Fällen und einem Volumen von 101,0 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres von 161 Fällen und 130,7 Millionen Euro.

Venture-Capital-Geschäft: Qualitatives Wachstum

Das Beteiligungsgeschäft der ISB hat sich in den vergangenen Jahren als weiterer Kernbereich etabliert. Hier wurde ein klarer Kurs eingeschlagen, der auf eine Ausweitung der Beteiligungen an innovativen jungen Unternehmen zielt. Insgesamt wurden 80 Venture-Capital-Beteiligungen (Vorjahr 76) mit einem Volumen von 8,1 Millionen Euro zugesagt. Dies beinhaltet sowohl Neuengagements als auch weitere Finanzierungsrunden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Zusagevolumen von 8,9 Millionen Euro auf 8,1 Millionen Euro moderat gesunken. Erneut positiv stellte sich die Nachfrage nach dem Innovationsfonds Rheinland-Pfalz dar. Hier wurden Beteiligungen in Höhe von 4,8 Millionen Euro zugesagt; damit lag das Ergebnis um 47 Prozent über Vorjahresniveau. Der Fonds ist hälftig mit EFRE- und Landesmitteln ausgestattet und leistet einen wichtigen Beitrag, die Eigenkapitalausstattung der Zielunternehmen nachhaltig zu verbessern.

Wohnraumförderung: Neue Programme gut angenommen

Im vergangenen Jahr haben das Land und die ISB gemeinsam die Programme der sozialen Wohnraumförderung weitgehend auf Eigengeschäft umgestellt: Ingesamt wurden 2013 die Schaffung und die Modernisierung von fast 2.300 Wohneinheiten mit einem Volumen in Höhe von rund 70 Millionen Euro gefördert. „Aufgrund der Attraktivität unserer Programme und dem anhaltend niedrigen Zinsniveau erwarten wir einen weiteren Anstieg des Neugeschäftes“, sagte Dexheimer. Durch die Umstellung auf direkt ausgereichte nachrangige ISB-Darlehen sei die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur bedingt gegeben. Im Rahmen des im April gestarteten Eigengeschäftes habe die ISB 531 Zusagen mit einem Volumen in Höhe von 34,3 Millionen Euro ausgesprochen. Mit den ISB-Darlehen Mietwohnungen unterstützte die ISB in Höhe von rund 5 Millionen Euro die Schaffung von 76 Wohneinheiten.

Ausblick 2014

„In das laufende Jahr sind wir gut gestartet“, sagte Dexheimer. Im Segment der Wirtschaftsförderung habe die ISB im ersten Quartal Zusagen in Höhe von 870 Millionen Euro ausgesprochen – mehr als doppelt so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Mit Blick auf die Rahmenbedingungen des Landes besteht für die ISB die Herausforderung, eine haushaltsneutrale Neuausrichtung der Darlehensprogramme vorzunehmen“, ergänzte Barbaro. Im Fokus stehe die Versorgung von mittelständisch geprägten Unternehmen mit zinsgünstigen Krediten sowie Risikoentlastung bei der Erlangung von Hausbankkrediten. Hierfür seien neue Programmstrukturen in Arbeit, die ab Spätsommer 2014 angeboten werden.

Ebenfalls positiv angelaufen – mit einem Plus von 18 Prozent – sind die Programme der Wohnraumförderung: Bislang wurden 19,5 Millionen Euro zugesagt; im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren dies noch 16,6 Millionen Euro. Zu der Entwicklung tragen insbesondere die Darlehen zur Bildung und zur Modernisierung von Wohneigentum bei.

„Die ISB wird mit ihren Produkten der rheinland-pfälzischen mittelständischen Wirtschaft und den Menschen im Land auch künftig als wichtiger Partner zur Seite stehen“, versicherte Barbaro. Mit der Expertise ihrer 311 Beschäftigten sei die ISB solide und fundiert aufgestellt.

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Claudia Belz
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