Digitale Transformation, demografischer Wandel und wirtschaftliche Unsicherheiten verändern auch die Südwestpfalz. Wie die Region diesen Wandel aktiv gestalten kann, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Bankenwesen im Forum Alte Post. Zu der Veranstaltung „Südwestpfalzliebe – Eine Region im Wandel“ luden die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und die VR-Bank Südwestpfalz eG gemeinsam nach Pirmasens ein.
„Die Südwestpfalz steht für das, was den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz auszeichnet: einen starken Mittelstand, innovative Unternehmen und Menschen, die Verantwortung für ihre Region übernehmen. Gerade in Zeiten des Wandels ist diese vielfältige Wirtschaftsstruktur eine der großen Stärken, die maßgeblich dabei hilft und unterstützt, auch die nächste Etappe und die nächste Herausforderung im strukturellen Wandel gut zu bestehen. Damit Unternehmen investieren, wachsen und Arbeitsplätze sichern können, brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen, eine leistungsfähige Infrastruktur, Fachkräfte und schnelle, unkomplizierte Verfahren. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Akteuren vor Ort die Stärken der Region weiterzuentwickeln und neue wirtschaftliche Chancen zu eröffnen“, sagte Wirtschaftsminister Michael Ebling.
„Als Förderbank des Landes wollen wir dazu beitragen, dass das Potenzial der Südwestpfalz ausgeschöpft wird: Dazu dienen Förderprogramme für Investitionen, Innovationen, Gründungen und Wachstum. Das heutige Format bietet die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, konkrete Fördermöglichkeiten aufzuzeigen und gemeinsam Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu schaffen“, sagte ISB-Vorstandsmitglied Sandra Baumbach, die gemeinsam mit Paul Heim, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Südwestpfalz eG, durch die Begrüßung führte.
Im Rahmen der Talkrunde hob Thomas Bings, Vorstandssprecher der WASGAU Produktions & Handels AG, die besonderen Standortvorteile der Südwestpfalz hervor. Die Region zeichne sich durch kurze Wege, eine enge Vernetzung der Akteure und eine hohe Verbindlichkeit aus, was vielfach pragmatische und schnelle Lösungen ermögliche. Als wichtige Zukunftsthemen benannte Franziska Lösch vom Hotel Kloster Hornbach den Bürokratieabbau, hinzu käme der Wunsch nach beschleunigten Verwaltungsverfahren und eine stärkere Ausrichtung gesetzlicher Regelungen an den praktischen Bedürfnissen des Mittelstands.
In seiner Keynote zur aktuellen politischen Lage äußerte der Unionspolitiker Wolfgang Bosbach die Sorge, dass wir „den Zusammenhang zwischen Wirtschaftskraft und sozialer Leistungsfähigkeit verlieren könnten.
Nur mit Rückkehr zu Wachstum, weniger Bürokratie und schnelleren Genehmigungsverfahren könnten wir auch den Sozialstaat stabilisieren.“
Hintergrund:
Mit dem Einzelbetrieblichen Innovations- und Technologieförderungsprogramm (InnoTop) hält die ISB ein eigenes Förderinstrument bereit. Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und den dazugehörigen Durchführbarkeitsstudien. Je nach Unternehmensgröße und Innovationshöhe reicht der Zuschuss von 50 bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Voraussetzung ist, dass die Vorhaben ein technisches und finanzielles Risiko bergen und neue oder wesentlich verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zum Ziel haben. Weitere Informationen unter: 358 Einzelbetriebliches Innovations- und Technologieförderungsprogramm (InnoTop) im Rahmen des EFRE 2021-2027