SUCCESS 2014: Vorsprung durch Innovation

Wirtschaftsministerium und ISB vergeben Technologieprämien und Sonderprämie „Kooperation“ in Höhe von insgesamt 50.000 Euro

Innovative Ideen stehen für Zukunft: Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), zeichneten in Mainz fünf innovative mittelständische Unternehmen mit den SUCCESS Technologieprämien aus. Die Preisträger haben zukunftsweisende Ideen für neuartige Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren entwickelt und erfolgreich vermarktet. Die oftmals jahrelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurde von der ISB jetzt mit insgesamt 50.000 Euro gewürdigt. Die Wirtschaftsministerin vergab in diesem Jahr die Sonderprämie „Kooperation“ an ein Unternehmen, das in Zusammenarbeit mit Partnern erfolgreich seine Wettbewerbsfähigkeit gestärkt hat.

„Innovation ist der entscheidende Treiber für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und Weiterentwicklung unseres Wirtschaftsstandortes“, betonte Wirtschaftsministerin Lemke. „Spezialisierung einerseits und die Forderung des Marktes nach Systemlösungen andererseits erfordern immer stärker die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen untereinander.“ Diese Kooperationen verkürzten Innovationszyklen, verbesserten damit die Marktchancen der beteiligten Unternehmen und stärkten den Standort Rheinland-Pfalz, so die Staatsministerin weiter. Mit der Vergabe einer Sonderprämie „Kooperation“ solle dies beispielhaft herausgestellt und kleine und mittlere Unternehmen ermutigt werden, diese Chancen aktiv zu nutzen.

„Mit ihrem Erfindergeist, einer guten Idee, viel Mut und bemerkenswerten Innovationen sichern die Unternehmer nicht nur die Zukunft ihres eigenen Betriebes, sondern auch die des Landes Rheinland-Pfalz“, sagte Dr. Ulrich Link in seiner Ansprache. Als landeseigenes Förderinstitut sei es Aufgabe der ISB, diesen unternehmerischen Mut mit ihren Förder- und Finanzierungsinstrumenten sowie mit Landesmitteln und Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE) zu unterstützen. Die Technologieprämien zeigen, welchen hohen Stellenwert die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen hat.

Technologieprämie: 15.000 Euro
Die im Bereich Maschinenbau spezialisierte WIPOTEC Wiege- und Positioniersysteme GmbH erhielt für die Entwicklung eines Hochgeschwindigkeitsmesssystems mit Röntgentechnik für die Lebensmittelverpackungsindustrie 15.000 Euro. Das Unternehmen aus Kaiserslautern ist mit dem neuen Produkt in der Lage, die hohen internationalen Anforderungen an die Überprüfung von Lebensmittelverpackungen in vollem Umfang mit eigenen Systemen darzustellen und den gesamten Bereich der Endprüfung abzudecken. Mit mehr als 200 verkauften Anlagen seit Abschluss der Entwicklung im Jahr 2012 konnte das Unternehmen Umsätze von mehr als zehn Millionen Euro erzielen.

Technologieprämie: 10.000 Euro
Über eine Prämie in Höhe von 10.000 Euro konnte sich die AESKU.SYSTEMS GmbH & Co. KG aus Wendelsheim freuen, eine Tochter der AESKU.DIAGNOSTICS GmbH & Co. KG, eines weltweit führenden Anbieters von Testsystemen zur Diagnose von Autoimmun- und Infektionserkrankungen wie beispielsweise rheumatoide Arthritis  oder Diabetes in Patientenproben. Das 2008 gegründete Unternehmen bietet ein geschlossenes Test- und Automatensystem an, auf dessen Basis laboranalytische Arbeiten vollautomatisiert, sicher und mit großer Zeitersparnis durchgeführt werden können. Seit dem Produktstart im Jahr 2012 wurden bereits 77 Geräte verkauft und ein Umsatz von mehr als sieben Millionen Euro erzielt.

Technologieprämie: 5.000 Euro 
Für die Entwicklung eines Ladenbackofens auf der Basis der Thermo-Öl-Technik erhielt die Heuft Thermo-Oel GmbH & Co. KG aus Bell eine Prämie in Höhe von 5.000 Euro. Der Ofen zeichnet sich im Vergleich zu herkömmlich beheizten elektrischen Ladenbacköfen durch eine Energieeinsparung von bis zu 25 Prozent und eine bessere Wärmeverteilung im Backraum aus. Der wirtschaftliche Erfolg der Entwicklung lässt sich vor allem im Export ablesen: Von den bisher verkauften fünfzehn Öfen gingen insgesamt acht nach Japan. Weitere Anfragen zeigen das große Potenzial der Entwicklung.

Weitere 5.000 Euro gingen an die Creative Chips GmbH aus Bingen. Das mittelständische Unternehmen fertigt Halbleiter und kundenspezifisch integrierte Schaltkreise für die industrielle Automatisierungs-, Automobil- und Konsumgüterelektronik und behauptet sich gegenüber großen Konzernen wie Infinion oder Siemens erfolgreich am Markt. Creative Chips ist es im Rahmen des erfolgreich abgeschlossenen Forschungs- und Entwicklungsvorhabens gelungen, einen ersten monolithischen IC-Baustein nach den Bestimmungen des IO-Link-Standards zu entwickeln. Dieser technische Standard für die Kommunikation zwischen industriellen Datenbussystemen in Steuerungen und den daran angeschlossenen Sensoren und Aktoren ist das Ergebnis einer international angelegten Brancheninitiative führender Hersteller. Nach dem ersten erfolgreichen Marktauftritt in diesem Jahr ist Creative Chips zuversichtlich, von der neuen Chipgeneration bereits im Jahr 2016 Stückzahlen in sechsstelliger Höhe zu produzieren.

Sonderprämie „Kooperation“
Die in diesem Jahr vergebene Sonderprämie „Kooperation“ in Höhe von 15.000 Euro verlieh Wirtschaftsministerin Lemke an die EWM AG aus Mündersbach. Als rheinland-pfälzischer Hersteller von emissionsreduzierten Lichtbogen-Schweißsystemen konnte die EWM AG ihre Stellung als Innovationsführer der Branche behaupten und den Marktanteil im Bereich komplexer und automatisierter Schweißprozesse erfolgreich ausbauen. Im Rahmen der Entwicklung kooperierte das Unternehmen mit verschiedenen Hochschulen und profitierte stark von dem wissenschaftlichen Austausch. Die enge Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden führte beispielsweise zu zahlreichen Neuentwicklungen und Patentanmeldungen.

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Claudia Belz
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