Die Rückkehr des Einzelhandels in die Innenstädte

Einkaufsstadt Bingen am Rhein bekommt ihren

Mittelpunkt zurück

Immer mehr Innenstädte und Ortskerne weisen als Folge des demografischen Wandels, des wachsenden Onlinehandels sowie des zunehmenden Standortwettbewerbs einen hohen Leerstand bei Geschäftsimmobilien auf. Diese Problematik wurde auf der diesjährigen Immobilienmesse EXPO REAL in München auf Einladung der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) am Stand des Innovationsstandorts Rheinland-Pfalz am Beispiel Bingen am Rhein im Rahmen einer Expertenrunde diskutiert. Auf Basis eines erfolgreichen Konzepts wurde dort im März 2016 das umgebaute CityCenter nach jahrelangem Leerstand des Hertie-Kaufhauses in der Innenstadt eröffnet. Inzwischen sind fast alle Flächen vermietet, unter anderem an namhafte Händler wie REWE, Müller oder Intersport.

„Handelsbrachen in mittleren und kleinen Städten sind seit Jahren ein Problem, dem das Land Rheinland-Pfalz in engem Schulterschluss mit den Kommunen zu Leibe rückt. Bingen ist ein hervorragendes Beispiel für eine aktuelle Wiederbelebung. Parallel zur privatwirtschaftlichen Centerinvestition wurden öffentliche Bereiche der Fußgängerzone mit Landesförderung neu gestaltet“, so die Staatssekretärin des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt.

Vorausgegangen waren langjährige Bemühungen um eine Reaktivierung des Einkaufsmagneten im Herzen der Stadt, die auch die Neuordnung und den Ausbau des innerstädtischen Umfeldes mit sich bringen sollte. Im Mai 2014 begann die Realisierung des Vorhabens. Zweiundzwanzig Monate intensiver Bautätigkeit folgten. „Mit der Eröffnung hat die Innenstadt eine deutliche Belebung erfahren, was auch der Einzelhandel der Innenstadt positiv vermerken kann. Durch das CityCenter konnten wir auf einen Schlag 8.400 Quadratmeter Verkaufsfläche generieren und neue Einzelhandelsgeschäfte etablieren“, freute sich Thomas Feser, Oberbürgermeister der Stadt Bingen. „Ein leuchtendes Beispiel dafür, wie durch vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik, Bürgerschaft und Wirtschaft erforderliche Investitionen in urbane Stadtentwicklung, Lebensqualität, und Arbeitsplätze ermöglicht wurden“, ergänzte Franz-Josef Peveling, Geschäftsführer der Harpen Immobilien GmbH.

Aktuell stehen noch Flächen im Obergeschoss des CityCenters Bingen frei. Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB, erklärte: „Neben der Beratung über mögliche Standorte begleiten wir als Förderinstitut des Landes Betriebsansiedlungen und informieren über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten. Die zukünftigen Mieterinnen und Mieter eines Geschäftes im CityCenter können wir in diese Richtung gerne unterstützen.“

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Claudia Belz
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