Daten und Fakten/Branchenstruktur

Branchen und Marktüberblick

Mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten und einer Exportquote von 57,6 % ist das Bundesland Rheinland-Pfalz einer der dynamischsten Wirtschaftsstandorte in Deutschland. Die Chemie- und Pharmaindustrie, Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, Metallerzeugung und –bearbeitung, die Herstellung von Metallerzeugnissen, Maschinenbau, die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie die Getränkeherstellung sind die Stützpfeiler der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. In Rheinland-Pfalz haben sich verschiedene Industriecluster etabliert. Die bekanntesten hierunter sind der Commercial Vehicle Cluster und der Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff. Die spannendste unter den Zukunftsbranchen ist die der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.


Wirtschafts­struktur im Verarbeitenden Gewerbe nach Bundesländern, 2018; Prozentualer Anteil an der Bruttowert­schöpfung in jeweiligen Preisen.

Bundesland

in %

Baden-Württemberg

40

Rheinland-Pfalz

35

Thüringen

35

Bayern

34

Saarland

34

Niedersachsen

33

Sachsen-Anhalt

33

Sachsen

32

Deutschland

31

Bremen

29

Nordrhein-Westfalen

28

Brandenburg

27

Hessen

26

Schleswig-Holstein

25

Mecklenburg-Vorpommern

23

Hamburg

18

Berlin

15

Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) der Länder, 2019

 

Exportquoten der Bundesländer 2018 (außer Stadt­staaten, Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden)

Bundesland

in %

Rheinland-Pfalz

57,6

Baden-Württemberg

56,8

Hessen

55,2

Bayern

54,7

Saarland

51,2

Deutschland

50,3

Niedersachsen

49,4

Nordrhein-Westfalen

46,3

Schleswig-Holstein

41,7

Sachsen

39,3

Thüringen

36

Mecklenburg-Vorpommern

34

Sachsen-Anhalt

30,9

Brandenburg

30,8

Quelle: Statistisches Bundesamt (2019)

 

Branchen­struktur der Rheinland-Pfälzischen Industrie 2018

Mit Blick auf Umsatz und Beschäftigung ist die Chemische und Pharmazeutische Industrie die wichtigste rheinland-pfälzische Industriebranche. Mit einem Jahresumsatz von über 38 Mrd. Euro im Jahr 2018 erwirtschaftet die Branche 39 % des gesamten Jahresumsatzes und mit fast 58.000 Beschäftigten entfallen 21 % aller in der verarbeitenden Industrie Beschäftigten des Bundeslandes auf diesen Wirtschaftszweig.

An zweiter Stelle unter den umsatzstärksten Industriezweigen rangiert der Fahrzeugbau, der im Jahr 2018 einen Umsatz von mehr als 14 Mrd. Euro erzielte und im gleichen Zeitraum mehr als 26.000 Menschen beschäftigte. Mit der Automobilzulieferinitiative Rheinland-Pfalz www.auto-rlp.de und dem Commercial Vehicle Cluster Südwest www.cvc-suedwest.com wird die Entwicklung dieser Branche in Rheinland-Pfalz unterstützt.

Gemessen am Umsatz (mehr als 11 Mrd. Euro) und an der Anzahl der Beschäftigten (mehr als 43.000) nimmt der Maschinenbau den dritten bzw. den zweiten Rang ein.


Die zehn größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes nach Umsatz 2018 (Unternehmen ab 20 Mitarbeitende)

Gewerbe

in Mio. €

Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen

38.819

Herstellung von Kraftwagen, Kraftwagenteilen und sonstiger Fahrzeugbau

14.434

Maschinenbau

11.092

Metallerzeugung und -bearbeitung

9.079

Herstellung von Nahrung, Futter und Getränken

7.910

Herstellung von Gummi und Kunststoffwaren

5.771

Papier, Verlags- und Druckgewerbe

4.416

Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden

3.740

Herstellung von DV-Geräten, elektron. u. opt. Erzeugnissen, elektrische Ausrüstungen

3.066

Herstellung von Möbeln und sonstigen Waren

1.289

Quelle: Statistisches Landesamt (2019)

 

Die zehn größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes nach Anzahl der Beschäftigten 2018 (Unternehmen ab 20 Mitarbeitende)

Gewerbe

Anzahl

Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen

57.951

Maschinenbau

43.062

Metallerzeugung und -bearbeitung

39.203

Herstellung von Kraftwagen, Kraftwagenteilen und sonstiger Fahrzeugbau

26.177

Herstellung von Nahrung, Futter und Getränken

24.657

Herstellung von Gummi und Kunststoffwaren

24.628

Herstellung von DV-Geräten, elektron. u. opt. Erzeugnissen, elektrische Ausrüstungen

16.759

Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden

16.685

Papier, Verlags- und Druckgewerbe

14.043

Herstellung von Möbeln und sonstigen Waren

7.336

Quelle: Statistisches Landesamt (2019)

 

Zu Hause in Rheinland-Pfalz: Global Players und Hidden Champions

Im Herzen Europas, in Rheinland-Pfalz, sind sie zu Hause: kraftvoll agierende, weltweit bekannte Konzerne einerseits und traditionsreiche, mittelständische Firmen andererseits – die Hidden Champions. Zu den global agierenden Unternehmen mit Stammsitz in Rheinland-Pfalz gehören BASF in Ludwigshafen, Boehringer Ingelheim am Rhein und Schott in Mainz. Aber auch andere weltweit operierende Firmen fühlen sich bei uns zu Hause: das Lkw-Werk von Mercedes-Benz in Wörth, das größte Europas oder Abbott in Ludwigshafen. 

Hidden Champions wie der Baumaschinenhersteller Wirtgen haben ihren Sitz ebenso in Rheinland-Pfalz wie der Hightech-Fahrradhersteller Canyon, der Weinlogistiker Hillebrand, der mit dem Exportboom des deutschen Weines Traumwachstumsraten verzeichnet, das Familienunternehmen Schiffer mit den bekannten Zahnbürsten von Dr. Best oder die Marke Griesson - de Beukelaer. 


Es ist dieser Mix von Unternehmen, der den Erfolg des Landes ausmacht. Mit einer Exportquote von 57,6 % belegt die rheinland-pfälzische Wirtschaft traditionell einen Spitzenplatz in Deutschland. Diese Platzierung verdankt das Land nicht zuletzt dem Mittelstand, der sich erfolgreich auf den weltweiten Märkten bewegt. Die benachbarten Länder Europas, wie beispielsweise Frankreich, sowie die Vereinigten Staaten gehören ganz selbstverständlich zum Aktionsradius der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. In den vergangenen Jahren hat sich auch der Handel mit Mittel- und Osteuropa sowie Süd- und Ostasien wie Indien und China rasant entwickelt.


Die größten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz

Firma

Sitz

BASF SE

Ludwigshafen

Daimler AG Mercedes Benz Werk Wörth

Wörth/Germersheim

Boehringer Ingelheim GmbH

Ingelheim

Debeka Gruppe

Koblenz

Schott AG

Mainz

ZDF Zweites Deutsches Fernsehen

Mainz

ZF Active Safety GmbH

Koblenz

Adam Opel AG, Werk Kaiserslautern

Kaiserslautern

Adient Components Ltd. & Co. KG (former Johnson Controls)

Kaiserslautern

KSB SE & Co. KGaA

Frankenthal

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG

Ludwigshafen

Borg Warner Turbo Systems Worldwide Headquarters GmbH

Kirchheimbolanden

Stabilus GmbH

Koblenz

Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA

Bad Kreuznach/Trier

United Internet AG

Montabaur

Wirtgen GmbH

Windhagen

Schütz GmbH & Co. KGaA

Selters

BOMAG GmbH

Boppard

RENOLIT SE

Worms, Frankenthal

juwi AG

Wörrstadt

ThyssenKrupp Rasselstein GmbH

Andernach

Lohmann GmbH & Co. KG

Neuwied

Bitburger Braugruppe GmbH

Bitburg

Papier-Mettler KG

Morbach

GRIESSON de Beukelaer GmbH & Co. KG

Polch

Faurecia Innenraum Systeme GmbH

Hagenbach

Klöckner Pentaplast GmbH & Co. KG

Montabaur

Quelle: Eigene Recherche (Stand: 2019)

 

Moderne Kunststoffe und Pflanzenschutzmittel von BASF, Medikamente für Atemwegs- und Stoffwechselerkrankungen von Boehringer Ingelheim – das sind nur zwei Beispiele eines beeindruckenden Portfolios der beiden Weltunternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Chemie- und Pharmaindustrie blicken auf eine mehr als hundertjährige erfolgreiche Tradition zurück. 

Hier stimmt die Chemie! Im Vergleich zur deutschen Chemieindustrie hat die chemische Industrie in Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich viele Beschäftigte je Betrieb und einen hervorragenden Umsatz. So wurde im Jahr 2018 ein Umsatz von 7.336 Euro pro Einwohner erwirtschaftet, insgesamt fast 30 Mrd. Euro.

In Ludwigshafen betreibt die BASF den größten zusammenhängenden Chemiestandort der Welt. Auch die Pharmaindustrie ist in Rheinland-Pfalz erfolgreich: Schließlich ist Boehringer Ingelheim das größte deutsche forschende Pharmaunternehmen. Und Abbott in Ludwigshafen unterstreicht die Qualität dieser Branche am Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz. 

Doch nicht nur die großen Vorzeigeunternehmen in der Chemieindustrie im Land verkörpern Forschungs- und Innovationsgeist. Viele kleine und mittlere Unternehmen sorgen dafür, dass in dieser Branche mit 47.500 Beschäftigten eine Exportquote von mehr als 69 Prozent erreicht wird.

Die Zukunftsbranche Biotechnologie, die eng mit Chemie und Pharma verbunden ist, entwickelt sich im Land rasant. Besonders rund um Mainz nutzen junge innovative Biotech-Unternehmen und Spin-offs der Universität Mainz die Infrastruktur von Technologiezentren sowie das gute wissenschaftliche Umfeld als Ideenquelle und Katalysator. Besonders hervorzuheben ist auch das rheinland-pfälzische Spitzencluster für Individualisierte ImmunIntervention (CI3). Das Netzwerk bündelt die hervorragende Expertise im Bereich Arzneimittel, Therapieansätze und Diagnostika auf dem Gebiet der Individualisierten ImmunIntervention mit dem Ziel, dieses an die internationale Spitze zu führen. 

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Kompetenz dazu ist in Rheinland-Pfalz zu Hause, denn Umwelttechnologien spielen hier im Land eine immer größere Rolle. Das Spektrum der Unternehmen, die sich auf den nationalen und internationalen Märkten tummeln, ist ebenso breit wie innovativ. Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Altlastensanierung, Emissionsschutz, Energieerzeugung und -management, produktionsintegrierte Umwelttechnik und Wasser-/Abwasserbehandlung gehören zum Kerngeschäft. 

Rheinland-Pfalz steht für ressourcenschonende, intelligente Stoffstromkreisläufe, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Umwelttechnikprojekte werden in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld der Fachhochschule Trier realisiert – übrigens einer der außergewöhnlichsten Hochschulstandorte in Deutschland! Denn das interdisziplinäre Studium absolvieren die Studierenden an der europaweit einzigartigen „Zero-Emission-University“. Dafür sorgen ein ökologisches Baukonzept, eine CO2- neutrale Energie- und Wärmeversorgung und modernste Gebäude- und Anlagentechnik.  

Apropros null Emission: Weilerbach in der Pfalz ist das „Zero-Emission-Village“. Diese Gemeinde setzt mit Erfolg auf eine weitgehend CO2-neutrale, 100-prozentige regenerative Energieversorgung ihrer 4.700 Einwohner. Ebenso zeigt die Morbacher Energielandschaft, was Innovation heißt: Dort werden Windkraft-, Biogas- und Photovoltaikanlagen mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft sowie dem produzierenden Gewerbe vernetzt. Besucher sind herzlich willkommen!  

Stoffliche Wiederverwertung ist das Ziel der Kreislaufwirtschaft. Hoch spezialisierte Unternehmen für Glas-, Kunststoff- oder auch Metallrecycling haben sich seit Jahren etabliert. Die Theo Steil GmbH zum Beispiel betreibt im Trierer Hafen einen der modernsten Stahl- und Metallrecyclingbetriebe Deutschlands.

Metall, Keramik und Kunststoff sind im nördlichen Rheinland-Pfalz die Stoffe, aus denen die Zukunft gemacht wird. Diese Region entwickelt sich zur führenden Innovationsregion dieser Branchen. Insbesondere die Feuerfestindustrie im Bereich der Keramik bietet ein hohes Entwicklungspotenzial und spielt eine zentrale Rolle zum Beispiel in der Stahlproduktion, der Zementindustrie, der Glasindustrie oder der Müllverbrennung. 

In Höhr-Grenzhausen liegt das Europäische Zentrum für Feuerfeste Werkstoffe - das European Centre for Refractories. Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe, Glas/Keramik und der Hochschule Koblenz, Fachrichtung Werkstofftechnik, Glas und Keramik etabliert sich im nördlichen Rheinland-Pfalz ein zukunftsweisendes Kompetenzzentrum. Heute präsentiert sich Rheinland-Pfalz als innovativer Standort für Werkstoff- und Oberflächentechnologie.

Mit den von Schott entwickelten Ceran®-Glaskeramik- Kochflächen wurde das Kochen weltweit revolutioniert und der Werkstoff Glaskeramik in einer völlig neuen Verwendung eingesetzt. Bei Schott in Mainz wird Glaskeramik auch für viele andere technologisch interessante und zukunftsträchtige Anwendungsgebiete hergestellt, z. B. für Spiegelträger in der Astronomie. So bestehen die Hauptspiegel des Very Large Telescopes in Chile aus Zerodur®-Glaskeramik. Mit einem Durchmesser von 8,2 m und einem Gewicht von jeweils 23 Tonnen sind es die größten Glaskeramik-Monolithe, die jemals hergestellt wurden. 

Am Edelsteinstandort mit Weltruf, dem „World Center of Coloured Stones“ Idar-Oberstein, werden Rohprodukte aus Südamerika, Afrika, Asien und Australien verarbeitet. Idar-Oberstein ist weltweit das einzige Zentrum, in dem alle Arten von Edelsteinen geschliffen und gehandelt werden. Der Standort zeichnet sich durch ein hohes technisches und wissenschaftliches Knowhow aus, getragen von Unternehmen, weltweit führenden Forschungsinstituten, Fachschulen, Verbänden und nicht zuletzt dem Deutschen Edelsteinmuseum. Die Deutschen Edelsteinlaboratorien Idar-Oberstein (DEL) fertigen Expertisen für Kunden in aller Welt an.

Das Cockpit aus Wörth, die Sitze aus Rockenhausen und der Katalysator aus Edenkoben: Das ist Fahrzeugproduktion „Made in Rheinland-Pfalz“. Mehr als 100 Unternehmen entwickeln, optimieren und produzieren Komponenten vom Bremsbelag über hydraulische Stoßdämpfer bis hin zu Motorteilen und Blechen. Aus Rheinland-Pfalz gehen diese Produkte in die ganze Welt. 

Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig hat die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes während der vergangenen Jahrzehnte geprägt. Sie ist nach der chemischen Industrie der wichtigste Industriezweig in Rheinland-Pfalz.

Die innovative Kompetenz rund um die Nutzfahrzeugproduktion noch besser anwenden und entwickeln – das ist die Aufgabe des Commercial Vehicle Cluster (CVC). Inzwischen engagieren sich 82 Partnerorganisationen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Poltik und Regionalentwicklung im CVC. Vieles dreht sich dabei um die Technische Universität Kaiserslautern. Das Ziel der Initiative ist klar formuliert: Es geht darum, der Nutzfahrzeugindustrie im Südwesten Deutschlands eine europäische Spitzenposition zu verschaffen. Zum Wohle aller und für eine optimale Entwicklung insbesondere der mittelständischen Zulieferunternehmen am Standort Rheinland-Pfalz.

Unterstützt wird dieses Ziel durch den Themenschwerpunkt „Digitale Nutzfahrzeugtechnologie“ (www.fraunhofer.de), den die beiden rheinland-pfälzischen Fraunhofer-Institute in Kooperation mit Unternehmen aus der Region bearbeiten. Das Ziel des Fraunhofer-Innovationsclusters „Digitale Nutzfahrzeugtechnologie“ (DNT) ist es, die Forschungs- und Entwicklungskompetenzen für den Einsatz von Informationstechnik im Nutzfahrzeugbereich zu stärken.

Die Gesundheitswirtschaft zählt zu den bedeutenden Sektoren unserer Volkswirtschaft und wird einer der wesentlichen Wachstumstreiber für die Zukunft sein. Die drei Impulsgeber – der medizinisch technologische Fortschritt, das stärkere Gesundheitsbewusstsein und die steigende Lebenserwartung – haben neue Werte und Prioritäten geschaffen, die ein erhebliches Potenzial für neue Angebote, Produkte oder Dienstleistungen in der Gesundheitswirtschaft bedeuten.

Mit der Erschließung neuer Gesundheitsmärkte, der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie technischer Innovationen leistet die Gesundheitswirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung und Erneuerung der Wirtschaftsstruktur des Landes Rheinland-Pfalz. Auch wird die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zunehmend zu einem Standortfaktor. Investitionen in die Gesundheitserhaltung und -förderung sichern nicht nur die wirtschaftliche Produktivität, sondern auch das gesellschaftliche Wohlergehen unseres Landes.

Schon jetzt bildet die Gesundheitswirtschaft eine tragende Säule für die heutige Stärke und die zukünftige Entwicklung von Rheinland-Pfalz. Dieser Wirtschaftsbereich erzielte im Jahr 2018 eine Bruttowertschöpfung von 15,4 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anteil von 11 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung, die im Land erstellt wird. Im Jahr 2018 waren 301.600 Personen in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft tätig, was einem Anteil von 15 Prozent an allen Erwerbstätigen entspricht.

Mit der Förderung der sektor- und branchenübergreifenden Zusammenarbeit und Vernetzung von Kooperationspartnern sind neue Produkte und innovative Dienstleistungen entwickelt worden, die dazu beigetragen haben, Wertschöpfung und Beschäftigung zu stärken sowie die medizinische Versorgung auf weiterhin hohem Niveau zu gewährleisten. Die Vorzeichen stehen für die Zukunft weiter auf Wachstum.