ISB-Gründertag 2018: Die wichtigen Phasen der Betriebsgründung

Finanzierung, Steuern, Marketing – über alle wichtigen Phasen der Betriebsgründung konnten sich potenzielle Existenzgründerinnen und -gründer anlässlich des diesjährigen Gründertages des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH in Mainz informieren.

„Der Gründertag ist ein Qualitätssiegel für den Gründungsstandort Rheinland-Pfalz“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. „Gründungsinteressierte erhalten hier Antworten auf ganz praktische Fragen rund um den Unternehmensstart. Ich möchte, dass wir in Rheinland-Pfalz es Gründerinnen und Gründern so einfach wie möglich machen, ihr Unternehmen an den Markt zu bringen, ihre Geschäftsidee umzusetzen. Dazu zählen hochwertige Informationsangebote ebenso wie passgenaue Finanzierungsmöglichkeiten.“

Wie sich Gründungsvorhaben erfolgreich umsetzen lassen, darüber berichteten im Gespräch mit dem Minister eyeV-Gründer Mathias Anhalt und Oliver Strecke, Geschäftsführer der Viamon GmbH. „eyeV verkauft ein Hardware- und Software-Produkt mit hohen Entwicklungskosten, aber auch hohem Marktpotenzial. Durch die geplante Investition der ISB mit einem privaten Co-Investor können wir die Markteinführung optimal vorbereiten und nächstes Jahr unsere Produkte verkaufen“, sagte Anhalt.

 „Die Förderung von Existenzgründungen mit zinsgünstigen Darlehen, Bürgschaften, Beteiligungen und Zuschüssen ist einer unserer Schwerpunkte als Förderbank“, sagte ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer. Allein von Januar bis Ende April 2018 habe die ISB Gründerkredite mit einem Volumen in Höhe von rund 25,4 Millionen Euro zugesagt, fast doppelt so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Im Beteiligungsbereich verzeichnen wir einen Zuwachs im gleichen Zeitraum von 41 Prozent bei den Stückzahlen.“

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen insgesamt neun Workshops, in denen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer praktische Tipps für ihre Existenzgründung holen konnten – vom Businessplan über Finanzierung und Förderung sowie Steuertipps bis hin zur erfolgreichen Selbstvermarktung. Erstmalig wurde ein Businessplan-Check angeboten. Lisa Haus, Abteilungsleiterin Unternehmensgründung und Unternehmensförderung bei der IHK für Rheinhessen, sieht aus ihrem Beratungsalltag wachsenden Bedarf an einem solchen Angebot: „Ein fehlerhafter oder gar fehlender Businessplan ist immer noch einer der Hauptgründe des Scheiterns von jungen Unternehmen. Die Starterzentren Rheinland-Pfalz leisten beim Erstellen und Umsetzen des Businessplans während des kompletten Gründungsprozesses Hilfestellung.“

Anschließend nutzten die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zum Gespräch mit den Expertinnen und Experten des Infomarktes.

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Claudia Belz
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