Daten und Fakten/Bran­chen- und Marktüber­blick

Branchen- und Marktüberblick

Mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten und einer Exportquote von 56 % ist das Bundesland Rheinland-Pfalz einer der dynamischsten Wirtschaftsstandorte in Deutschland. Die Chemie- und Pharmaindustrie, Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, Metallerzeugung und –bearbeitung, die Herstellung von Metallerzeugnissen, Maschinenbau, die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sowie die Getränkeherstellung sind die Stützpfeiler der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. In Rheinland-Pfalz haben sich verschiedene Industriecluster etabliert. Die bekanntesten hierunter sind der Commercial Vehicle Cluster und der Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff. Die spannendste unter den Zukunftsbranchen ist die der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.


Wirtschafts­struktur im Verarbeitenden Gewerbe nach Bundesländern, 2015; Prozentualer Anteil an der Bruttowert­schöpfung in jeweiligen Preisen.

Bundesland

in %

Baden-Württemberg

40

Saarland

36

Bayern

34

Rheinland-Pfalz

33

Thüringen

33

Sachsen-Anhalt

33

Niedersachsen

32

Sachsen

31

Deutschland

31

Brandenburg

28

Nordrhein-Westfalen

28

Bremen

27

Hessen

25

Schleswig-Holstein

24

Mecklenburg-Vorpommern

22

Hamburg

17

Berlin

16

Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) der Länder, 2016

 

Exportquoten der Bundesländer 2015 (außer Stadt­staaten, Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden)

Bundesland

in %

Baden-Württemberg

58,4

Rheinland-Pfalz

56

Bayern

53,9

Hessen

51,1

Saarland

49,7

Deutschland

49,4

Niedersachsen

47,6

Nordrhein-Westfalen

45,5

Schleswig-Holstein

40,2

Sachsen

40

Mecklenburg-Vorpommern

35,9

Thüringen

32,9

Brandenburg

32,3

Sachsen-Anhalt

29,1

Quelle: Statistisches Landesamt (2016)

 

Branchen­struktur der Rheinland-Pfälzischen Industrie 2015

Mit Blick auf Umsatz und Beschäftigung ist die Chemische und Pharmazeutische Industrie die wichtigste rheinland-pfälzische Industriebranche. Mit einem Jahresumsatz von fast 32 Mrd. EUR im Jahr 2015 erwirtschaftet die Branche 37 % des gesamten Jahresumsatzes und mit mehr als 59.000 Beschäftigten entfallen mehr als 22 % aller in der verarbeitenden Industrie Beschäftigten des Bundeslandes auf diesen Wirtschaftszweig.

An zweiter Stelle unter den umsatzstärksten Industriezweigen rangiert der Fahrzeugbau, der im Jahr 2015 einen Umsatz von mehr als 13 Mrd. EUR erzielte und im gleichen Zeitraum mehr als 29.000 Menschen beschäftigte. Mit der Automobilzulieferinitiative Rheinland-Pfalz www.auto-rlp.de und dem Commercial Vehicle Cluster Südwest www.cvc-suedwest.com wird die Entwicklung dieser Branche in Rheinland-Pfalz unterstützt.

Gemessen am Umsatz (8,5 Mrd. EUR) und an der Anzahl der Beschäftigten (mehr als 37.000) nimmt die Metallerzeugung und –bearbeitung den dritten Rang ein.


Die zehn größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes nach Umsatz 2015 (Unternehmen ab 20 Mitarbeitern)

Gewerbe

Anzahl

Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen

32.038

Herstellung von Kraftwagen, Kraftwagenteilen und sonstiger Fahrzeugbau

13.430

Metallerzeugung und -bearbeitung

 9.137

Maschinenbau

 8.300

Herstellung von Nahrung, Futter und Getränken

 7.224

Herstellung von Gummi und Kunststoffwaren

 5.371

Papier, Verlags- und Druckgewerbe

 3.398

Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden

 3.346

Herstellung von DV-Geräten, elektron. u. opt. Erzeugnissen

 2.777

Herstellung von Möbeln und sonstigen Waren

 1.406

Quelle: Statistisches Landesamt (2016)

 

Die zehn größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes nach Anzahl der Beschäftigten 2015 (Unternehmen ab 20 Mitarbeitern)

Gewerbe

in Mio. EUR

Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen

59.649

Maschinenbau

38.912

Metallerzeugung und -bearbeitung

37.658

Herstellung von Kraftwagen, Kraftwagenteilen und sonstiger Fahrzeugbau

29.293

Herstellung von Gummi und Kunststoffwaren

24.525

Herstellung von Nahrung, Futter und Getränken

23.933

Glasgewerbe, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden

16.249

Herstellung von DV-Geräten, elektron. u. opt. Erzeugnissen

15.735

Papier, Verlags- und Druckgewerbe

12.372

Herstellung von Möbeln und sonstigen Waren

8.388

Quelle: Statistisches Landesamt (2016)

 

Zu Hause in Rheinland-Pfalz: Global Players und Hidden Champions

Im Herzen Europas, in Rheinland-Pfalz, sind sie zu Hause: kraftvoll agierende, weltweit bekannte Konzerne einerseits und traditionsreiche, mittelständische Firmen andererseits – die Hidden Champions. Zu den global agierenden Unternehmen mit Stammsitz in Rheinland-Pfalz gehören BASF in Ludwigshafen, Boehringer Ingelheim am Rhein und Schott in Mainz. Aber auch andere weltweit operierende Firmen fühlen sich bei uns zu Hause: das Lkw-Werk von Mercedes-Benz in Wörth, das größte Europas oder Abbott in Ludwigshafen. 

Hidden Champions wie der Baumaschinenhersteller Wirtgen haben ihren Sitz ebenso in Rheinland-Pfalz wie der Hightech-Fahrradhersteller Canyon, der Weinlogistiker Hillebrand, der mit dem Exportboom des deutschen Weines Traumwachstumsraten verzeichnet, das Familienunternehmen Schiffer mit den bekannten Zahnbürsten von Dr. Best oder die Marke Griesson - de Beukelaer. 


Es ist dieser Mix von Unternehmen, der den Erfolg des Landes ausmacht. Mit einer Exportquote von 56 Prozent belegt die rheinland-pfälzische Wirtschaft traditionell einen Spitzenplatz in Deutschland. Diese Platzierung verdankt das Land nicht zuletzt dem Mittelstand, der sich erfolgreich auf den weltweiten Märkten bewegt. Die benachbarten Länder Europas, wie beispielsweise Frankreich, sowie die Vereinigten Staaten gehören ganz selbstverständlich zum Aktionsradius der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. In den vergangenen Jahren hat sich auch der Handel mit Mittel- und Osteuropa sowie Süd- und Ostasien wie Indien und China rasant entwickelt.


Die größten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz

Firma

Sitz

BASF SE

Ludwigshafen

Daimler AG Mercedes Benz Werk Wörth

Wörth/ Germersheim

Boehringer Ingelheim

Ingelheim

Debeka Gruppe

Koblenz

Schott AG

Mainz

ZDF Zweites Deutsches Fernsehen

Mainz

TRW Automotive Electronics & Components GmbH

Enkenbach-Alsenborn

Adam Opel AG, Werk Kaiserslautern

Kaiserslautern

Johnson Controls

Kaiserslautern/ Rockenhausen

KSB Aktiengesellschaft

Frankenthal

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG

Ludwigshafen

Borg Warner Turbo Systems GmbH

Kirchheimbolanden

Stabilus GmbH

Koblenz

Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA

Bad Kreuznach/ Trier

United Internet AG

Montabaur

Wirtgen Group

Windhagen

Schütz GmbH & Co. KGaA

Selters

BOMAG GmbH

Boppard

RENOLIT SE

Worms, Frankenthal

Juwi-Gruppe

Wörrstadt

ThyssenKrupp Bilstein GmbH

Mandern

Lohmann GmbH & Co. KG

Neuwied

Bitburger Braugruppe GmbH

Bitburg

Papier-Mettler

Morbach

GRIESSON de Beukelaer GmbH & Co. KG

Polch

Faurecia Innenraum Systeme GmbH

Hagenbach

Quelle: Eigene Recherche (Stand: 2014)

 

Von Anfang an stark: Bildung und Innovation haben Tradition

Bildung, Lehre und Forschung sowie Innovation gehören spätestens seit Erfindung des Druckens mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg vor etwa 600 Jahren zu den herausragenden Leistungen der Menschen dieser Region. Diese Tradition verpflichtet. Die besten Bildungschancen für Kinder von Anfang an – das ist deshalb die Devise in Rheinland-Pfalz. 

Dabei geht es ganz früh los. Als erstes Bundesland in Deutschland hat Rheinland-Pfalz den kostenlosen Besuch einer Kindertagesstätte vor der Einschulung eingeführt. Das Angebot an Kindergartenplätzen ist ebenfalls ausgezeichnet. Auch in Sachen Schule gilt das Land als vorbildlich: Bald 600 Ganztagsschulen kommen Kindern und Familien im ganzen Land zugute.  

Das Bildungsangebot im Land fördert Offenheit und Austausch – so wie es dem Lebensstil der Menschen entspricht. Englisch und Französisch werden bereits an vielen Grundschulen unterrichtet. Internationale Schulen ebenso wie zahlreiche englischsprachige Master-Studiengänge an den Hochschulen bieten beste Chancen für weltoffene Menschen.  

Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist weltweit anerkannt, und das völlig zu Recht. In Rheinland-Pfalz wird es praktiziert und ständig weiterentwickelt. Die Ausbildung in der betrieblichen Praxis und die enge Anbindung an den Bedarf der Unternehmen sichern nicht nur der Wirtschaft den notwendigen hoch qualifizierten Nachwuchs, sondern auch den Absolventen gute Karrierechancen. Beispielsweise im Handwerk, wo nach einer erfolgreichen Gesellenzeit viele den Aufstieg zum Meister verwirklichen. So gesehen sind rheinland-pfälzische Handwerksbetriebe echte Meistermacher! 


Beste Arbeitsmarktchancen haben auch die Studierenden, die zwischen den eher praxisorientierten Fachhochschulen und den forschungsorientierten Universitäten wählen können. Von Medizin über Naturwissenschaften bis hin zu technisch orientierten Ingenieurwissenschaften und sprach- oder geisteswissenschaftlichen Studiengängen ist in Rheinland-Pfalz alles möglich. Anwendungsorientierte Forschungsinstitute, ein flächendeckendes Netz von Technologie- und Gründerzentren sowie gezielte Förderprogramme unterstützen den schnellen Wissenstransfer in neue Produkte und Verfahren und sorgen für ein ausgezeichnetes Gründerklima. Rheinland-Pfälzer sind eben in jeder Hinsicht unternehmungslustig.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Technologieportals.


Moderne Kunststoffe und Pflanzenschutzmittel von BASF, Medikamente für Atemwegs- und Stoffwechselerkrankungen von Boehringer Ingelheim – das sind nur zwei Beispiele eines beeindruckenden Portfolios der beiden Weltunternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Chemie- und Pharmaindustrie blicken auf eine mehr als hundertjährige erfolgreiche Tradition zurück. 

Hier stimmt die Chemie! Im Vergleich zur deutschen Chemieindustrie hat die chemische Industrie in Rheinland-Pfalz überdurchschnittlich viele Beschäftigte je Betriebund einen hervorragenden Umsatz. So wurde im Jahr 2015 ein Umsatz von 6.800 Euro pro Einwohner erwirtschaftet, insgesamt über 27 Mrd. Euro.

In Ludwigshafen betreibt die BASF den größten zusammenhängenden Chemiestandort der Welt. Auch die Pharmaindustrie ist in Rheinland-Pfalz erfolgreich: Schließlich ist Boehringer Ingelheim das größte deutsche forschende Pharmaunternehmen. Und Abbott in Ludwigshafen unterstreicht die Qualität dieser Branche am Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz. 

Doch nicht nur die großen Vorzeigeunternehmen bei Chemie und Pharma im Land verkörpern Forschungs- und Innovationsgeist. Viele kleine und mittlere Unternehmen sorgen dafür, dass in dieser Branche mit 48.000 Beschäftigten eine Exportquote von 70 Prozent erreicht wird.

Die Zukunftsbranche Biotechnologie, die eng mit Chemie und Pharma verbunden ist, entwickelt sich im Land rasant. Besonders rund um Mainz nutzen junge innovative Biotech-Unternehmen und Spin-offs der Universität Mainz die Infrastruktur von Technologiezentren sowie das gute wissenschaftliche Umfeld als Ideenquelle und Katalysator. Besonders hervorzuheben ist auch das rheinland-pfälzische Spitzencluster für Individualisierte ImmunIntervention (CI3). Das Netzwerk bündelt die hervorragende Expertise im Bereich Arzneimittel, Therapieansätze und Diagnostika auf dem Gebiet der Individualisierten ImmunIntervention mit dem Ziel, dieses an die internationale Spitze zu führen. 

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Kompetenz dazu ist in Rheinland-Pfalz zu Hause, denn Umwelttechnologien spielen hier im Land eine immer größere Rolle. Das Spektrum der Unternehmen, die sich auf den nationalen und internationalen Märkten tummeln, ist ebenso breit wie innovativ. Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Altlastensanierung, Emissionsschutz, Energieerzeugung und -management, produktionsintegrierte Umwelttechnik und Wasser-/Abwasserbehandlung gehören zum Kerngeschäft. 

Rheinland-Pfalz steht für ressourcenschonende, intelligente Stoffstromkreisläufe, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Umwelttechnikprojekte werden in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld der Fachhochschule Trier realisiert – übrigens einer der außergewöhnlichsten Hochschulstandorte in Deutschland! Denn das interdisziplinäre Studium absolvieren die Studierenden an der europaweit einzigartigen „Zero-Emission-University“. Dafür sorgen ein ökologisches Baukonzept, eine CO2- neutrale Energie- und Wärmeversorgung und modernste Gebäude- und Anlagentechnik.  

Apropros null Emission: Weilerbach in der Pfalz ist das „Zero-Emission-Village“. Diese Gemeinde setzt mit Erfolg auf eine weitgehend CO2-neutrale, 100-prozentige regenerative Energieversorgung ihrer 14.700 Einwohner. Ebenso zeigt die Morbacher Energielandschaft, was Innovation heißt: Dort werden Windkraft-, Biogas- und Photovoltaikanlagen mit der regionalen Land- und Forstwirtschaft sowie dem produzierenden Gewerbe vernetzt. Besucher sind herzlich willkommen!  

Stoffliche Wiederverwertung ist das Ziel der Kreislaufwirtschaft. Hoch spezialisierte Unternehmen für Glas-, Kunststoff- oder auch Metallrecycling haben sich seit Jahren etabliert. Die Theo Steil GmbH zum Beispiel betreibt im Trierer Hafen einen der modernsten Stahl- und Metallrecyclingbetriebe Deutschlands.

Metall, Keramik und Kunststoff sind im nördlichen Rheinland-Pfalz die Stoffe, aus denen die Zukunft gemacht wird. Diese Region entwickelt sich zur führenden Innovationsregion dieser Branchen. Insbesondere die Feuerfestindustrie im Bereich der Keramik bietet ein hohes Entwicklungspotenzial und spielt eine zentrale Rolle zum Beispiel in der Stahlproduktion, der Zementindustrie, der Glasindustrie oder der Müllverbrennung. 

In Höhr-Grenzhausen liegt das Europäische Zentrum für Feuerfeste Werkstoffe - das European Centre for Refractories. Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe, Glas/Keramik und der Hochschule Koblenz, Fachrichtung Werkstofftechnik, Glas und Keramik etabliert sich im nördlichen Rheinland-Pfalz ein zukunftsweisendes Kompetenzzentrum.

Mit den von Schott entwickelten Ceran®-Glaskeramik- Kochflächen wurde das Kochen weltweit revolutioniert und der Werkstoff Glaskeramik in einer völlig neuen Verwendung eingesetzt. Bei Schott in Mainz wird Glaskeramik auch für viele andere technologisch interessante und zukunftsträchtige Anwendungsgebiete hergestellt, z. B. für Spiegelträger in der Astronomie. So bestehen die Hauptspiegel des Very Large Telescopes in Chile aus Zerodur®-Glaskeramik. Mit einem Durchmesser von 8,2 m und einem Gewicht von jeweils 23 Tonnen sind es die größten Glaskeramik-Monolithe, die jemals hergestellt wurden. 

Am Edelsteinstandort mit Weltruf, dem „World Center of Coloured Stones“ Idar-Oberstein, werden Rohprodukte aus Südamerika, Afrika, Asien und Australien verarbeitet. Idar-Oberstein ist weltweit das einzige Zentrum, in dem alle Arten von Edelsteinen geschliffen und gehandelt werden. Der Standort zeichnet sich durch ein hohes technisches und wissenschaftliches Knowhow aus, getragen von Unternehmen, weltweit führenden Forschungsinstituten, Fachschulen, Verbänden und nicht zuletzt dem Deutschen Edelsteinmuseum. Die Deutschen Edelsteinlaboratorien Idar-Oberstein (DEL) fertigen Expertisen für Kunden in aller Welt an.

Das Cockpit aus Wörth, die Sitze aus Rockenhausen und der Katalysator aus Edenkoben: Das ist Fahrzeugproduktion „Made in Rheinland-Pfalz“. Mehr als 100 Unternehmen entwickeln, optimieren und produzieren Komponenten vom Bremsbelag über hydraulische Stoßdämpfer bis hin zu Motorteilen und Blechen. Aus Rheinland-Pfalz gehen diese Produkte in die ganze Welt. 

Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig hat die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes während der vergangenen Jahrzehnte geprägt. Sie ist nach der chemischen Industrie der wichtigste Industriezweig in Rheinland-Pfalz.

Die innovative Kompetenz rund um die Nutzfahrzeugproduktion noch besser anwenden und entwickeln – das ist die Aufgabe des Commercial Vehicle Cluster (CVC). Inzwischen engagieren sich 77 Partnerorganisationen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung im CVC. Vieles dreht sich dabei um die Technische Universität Kaiserslautern. Das Ziel der Initiative ist klar formuliert: Es geht darum, der Nutzfahrzeugindustrie im Südwesten Deutschlands eine europäische Spitzenposition zu verschaffen. Zum Wohle aller und für eine optimale Entwicklung insbesondere der mittelständischen Zulieferunternehmen am Standort Rheinland-Pfalz.

Unterstützt wird dieses Ziel durch den Themenschwerpunkt „Digitale Nutzfahrzeugtechnologie“ (www.fraunhofer.de), den die beiden rheinland-pfälzischen Fraunhofer-Institute in Kooperation mit Unternehmen aus der Region bearbeiten. Das Ziel des Fraunhofer-Innovationsclusters „Digitale Nutzfahrzeugtechnologie“ (DNT) ist es, die Forschungs- und Entwicklungskompetenzen für den Einsatz von Informationstechnik im Nutzfahrzeugbereich zu stärken.

Die Gesundheitswirtschaft zählt zu den bedeutenden Sektoren unserer Volkswirtschaft und wird einer der wesentlichen Wachstumstreiber für die Zukunft sein. Die drei Impulsgeber – der medizinisch technologische Fortschritt, das stärkere Gesundheitsbewusstsein und die steigende Lebenserwartung – haben neue Werte und Prioritäten geschaffen, die ein erhebliches Potenzial für neue Angebote, Produkte oder Dienstleistungen in der Gesundheitswirtschaft bedeuten.

Mit der Erschließung neuer Gesundheitsmärkte, der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie technischer Innovationen leistet die Gesundheitswirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung und Erneuerung der Wirtschaftsstruktur des Landes Rheinland-Pfalz. Auch wird die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zunehmend zu einem Standortfaktor. Investitionen in die Gesundheitserhaltung und -förderung sichern nicht nur die wirtschaftliche Produktivität, sondern auch das gesellschaftliche Wohlergehen unseres Landes.

Schon jetzt bildet die Gesundheitswirtschaft eine tragende Säule für die heutige Stärke und die zukünftige Entwicklung von Rheinland-Pfalz. Jeder achte Euro wird in dieser Branche erwirtschaftet und jeder siebte Erwerbstätige im Land ist in diesem Bereich tätig. Die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft belief sich im Jahr 2015 insgesamt auf 14,1 Mrd. Euro. Und diese Branche wird sich dynamisch weiter entwickeln: Allein in den vergangenen acht Jahren stieg ihre Wertschöpfung um über 25 Prozent.

Mit der Förderung der sektor- und branchenübergreifenden Zusammenarbeit und Vernetzung von Kooperationspartnern sollen neue Produkte und innovative Dienstleistungen entwickelt werden, die dazu beitragen, Wertschöpfung und Beschäftigung zu stärken sowie die medizinische Versorgung auf weiterhin hohem Niveau zu gewährleisten. Die Vorzeichen stehen weiterhin auf Wachstum: Bis 2020 ist mit einer Steigerung um weitere 12,1 % bei der Bruttowertschöpfung und bei den Erwerbstätigenzahlen von 18,8 % zu rechnen. Insgesamt sehr gute Voraussetzungen, um den Zukunftsmarkt Gesundheitswirtschaft mit seinem hohen Innovations-, Wachstums- und Beschäftigungspotenzial in Rheinland-Pfalz erfolgreich voranzubringen.