Nachbericht "Europadialog 2017" vom 21.03.2017 in Mainz

Moderatorin Patricia Küll begrüßte die Gäste zur Veranstaltung „Europadialog 2017“ von ISB und Landesregierung in Mainz.

ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer hieß die Gäste herzlich willkommen und stimmte das Auditorium inhaltlich auf das Thema des Abends ein: „Die deutsch-französischen Beziehungen – Erfahrungen und Herausforderungen im Eurozeitalter“.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien kamen im Foyer der ISB zusammen, um den Ausführungen des hochkarätig besetzten Podiums zur Zukunft Europas und der Währungsunion zu lauschen.

In ihrem Grußwort betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die große Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen für die Stabilität der europäischen Gemeinschaft in struktureller, politischer und gesellschaftlicher Hinsicht.

Dass François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Banque de France, ein leidenschaftlicher Verfechter der europäischen Idee ist, wurde während des gesamten Vortrags deutlich. Nicht nur wegen seiner herausragenden finanzpolitischen Expertise, auch bedingt durch seine deutschen Wurzeln gelang es dem Redner mühelos, die Herausforderungen der deutsch-französischen Beziehungen aus beiden Perspektiven authentisch und nachvollziehbar darzulegen.

In einer anschließenden Talkrunde diskutierten die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen und Monsieur Villeroy de Galhau über die Zukunft des Euros. Insbesondere ging es dabei um die Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinsphase auf die Menschen, Unternehmen und Staaten.

Zum Ende einer aufschlussreichen Veranstaltung wurden die Protagonisten mit großem Applaus bedacht und von der Bühne verabschiedet.

Im Anschluss lud die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) zu einem Stehempfang mit rheinland-pfälzischem Wein und regionalen Köstlichkeiten.

Hausherr Ulrich Dexheimer (links) und Monsieur Villeroy de Galhau (Mitte) unterhielten sich während des Stehempfangs angeregt mit AZ-Chefredakteur Friedrich Roeingh. Sicherlich ging es dabei um Deutschland und Frankreich, den Euro und die Zukunft der EU.

Die Vorträge und Diskussionen sorgten für reichlich Gesprächsstoff, der sich in vielen angeregten Unterhaltungen beim Get-together wiederspiegelte. So auch bei Ralf Hellrich, Präsident der HWK-Pfalz (links).

Auch die Staatssekretärin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Daniela Schmitt, war zu Gast der Veranstaltung und nutzte die Gelegenheit zum angeregten Gedankenaustausch mit Vertretern der rheinland-pfälzischen Wirtschaft.

Zahlreiche interessierte Gäste – unter ihnen Größen aus Politik, Wirtschaft und Medien – konnte die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) Ende März in ihrem Foyer zum „Europadialog 2017“ begrüßen. Die vierte Auflage der hochkarätig besetzten Podiumsveranstaltung, die gemeinsam mit dem Finanzministerium ausgerichtet wird, stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der „Deutsch-französischen Beziehungen in Zeiten der Niedrigzinspolitik“. Mit François Villeroy de Galhau, dem Gouverneur der Banque de France und Mitglied des EZB-Rates, konnte ein hoch angesehener Finanzexperte als Gastreferent gewonnen werden, der zudem aufgrund seiner französischen und deutschen Wurzeln ein ausgewiesener Kenner beider Ländern und Kulturen ist.

Zu Beginn der Veranstaltung hieß zunächst ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer die Gäste herzlich Willkommen. Dabei nutze er sogleich die Gelegenheit, um das Auditorium inhaltlich auf den Abend einzustimmen. „Nicht nur wegen der gemeinsamen Grenze stünden die Rheinland-Pfälzer den französischen Freunden besonders nahe“ so Dexheimer. Gerade in diesen turbulenten Zeiten, in denen  sich Europa ökonomisch, strukturell und gesellschaftlich in unruhigem Fahrwasser befinde, komme es besonders auf die Stärke der deutsch-französischen Partnerschaft.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer ging in ihrem Grußwort ebenfalls auf die Skepsis vieler Europäer gegenüber der EU ein. Dabei trat sie den vielerorts aufkommenden nationalistischen Tendenzen entgegen und würdigte die europäische Idee als Garant für Frieden, Wohlstand und Freiheit: „Die deutsch-französischen Beziehungen waren von Beginn an ein Grundpfeiler des vereinigten Europas“, erklärte die Ministerpräsidentin und bezog sich dabei auch auf das sechzigjährige Jubiläum der Römischen Verträge. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten zeige, was in Europa möglich ist, wenn man „Gemeinsamkeiten sucht, Herausforderungen zusammen angeht und das Wohl der Menschen im Blick behält.“

Nach der Ministerpräsidentin trat sogleich François Villeroy de Galhau ans Rednerpult. Dass Monsieur Villeroy de Galhau nicht nur ein absoluter  Finanzexperte, sondern auch ein glühender Europäer ist, war zu jeder Sekunde seines Vortrags deutlich spürbar. Zu den ökonomischen Vorzügen eines gemeinsamen Europas sagte er: „Wir teilen in Europa drei wichtige wirtschaftliche Pfeiler: die einheitliche Währung, den Binnenmarkt und unser gemeinsames Sozialmodell. Wir haben sie zusammen aufgebaut und können stolz darauf sein.“ Anschließend ergänzte er mit Blick auf die Zukunft: „Heute und in turbulenten Zeiten werden die deutsch-französische Freundschaft und die europäische Einheit die beste Antwort auf alle Zweifel bleiben.“

In der daran anschließenden Talkrunde ging Finanzministerin Doris Ahnen, insbesondere auf für Rheinland-Pfalz positiven Auswirkungen EZB-Geldmarktpolitik ein und unterstütze die gegenwärtigen Maßnahmen der Zentralbank aus rheinland-pfälzischer Sicht: „Bei den Exporten belegen wir mit einer Exportquote von 55% in 2016 einen Spitzenplatz im Ländervergleich. Die Maßnahmen zur Stabilisierung des europäischen Binnenmarktes kamen unserer exportorientierten Wirtschaft deutlich zugute.“

Der abschließende Stehempfang bot den Gästen und dann Referenten zum vertiefenden Gedankenaustausch in entspannter Atmosphäre. Selbstverständlich bei einem guten Glas Wein aus Rheinland-Pfalz und kleinen regionalen Köstlichkeiten.

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Antje Duwe
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