Darlehen von rund 3,4 Millionen Euro und über 650.000 Euro Tilgungszuschuss für bezahlbares Wohnen in Kaiserslautern

Mit einem ISB-Darlehen in Höhe von insgesamt 3,4 Millionen Euro und einem Tilgungszuschuss in Höhe von über 650.000 Euro fördert das Land Rheinland-Pfalz über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) den Ersatzneubau von 37 Wohnungen und einem Wohncafé in der Friedenstraße 61, 63 und 65 in Kaiserslautern. Im Rahmen des Bauvorhabens entstehen insgesamt drei Gebäude mit 56 Wohnungen und das Wohncafé. Finanzstaatssekretär Dr. Stephan Weinberg überreichte gemeinsam mit Ulrich Dexheimer, Vorstandssprecher der ISB, die Förderzusage an den Vorstand der Gemeinnützige Baugesellschaft Kaiserslautern AG, Thomas Bauer.

„Bezahlbarer und durchdachter Wohnraum, der die persönlichen Lebensumstände der Menschen von jung bis älter berücksichtigt, ist eine Herausforderung. Mit dem Projekt ‚Nils‘ der Gemeinnützige Baugesellschaft Kaiserslautern AG wird deutlich, dass ein nachbarschaftliches, inklusives, lebenswertes und auf lange Sicht selbstbestimmtes Wohnen möglich ist und durch die soziale Wohnraumförderung des Landes auch bezahlbar ist und bleibt. Dieses Projekt ist beispielhaft und hat Vorbildcharakter“, sagte Weinberg.

„Das Projekt ‚Nils – Wohnen im Quartier‘ ist aus sozialen Gesichtspunkten ein bemerkenswertes Projekt“, lobte der Beigeordnete und Sozialdezernent der Stadt Kaiserslautern, Joachim Färber. „Das Objekt wird in Anlehnung an das Bielefelder Modell errichtet. Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes ist das in den Neubau integrierte Wohncafé, die ‚Guud Stubb‘, das auch von der ISB gefördert wird. In dem Wohncafé soll ein ehrenamtlich geführtes und nachbarschaftlich orientiertes Café von Bürgern für Bürger entstehen, als Treffpunkt für die verschiedensten Aktivitäten und als Kommunikationsort für ältere und jüngere Menschen“, führte der Beigeordnete weiter aus.

„Bis Ende nächsten Jahres entstehen hier im ersten Bauabschnitt in der Friedenstraße 63 17 Wohnungen und die Guud Stubb“, so Bauer. Vor wenigen Tagen, berichtete der Vorstand, haben die Bewohner des großen Bruders „Nils – Wohnen im Quartier“ im Goetheviertel die Wohnungen des Neubaus bezogen, der ebenfalls von der ISB gefördert wurde. Nach den Worten von Bauer haben durch die Förderung auch Personen mit einem geringeren Einkommen die Möglichkeit, eine Wohnung in diesem Neubauprojekt zu beziehen. Seinen Dank richtete Bauer an den Finanzstaatssekretär, stellvertretend für das Ministerium, und an die ISB für die gute Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit.

Durch die Förderung ist es möglich, die 37 der insgesamt 56 Wohnungen im Einstieg zu einer Nettokaltmiete von maximal 5,95 Euro pro Quadratmeter im Monat zu vermieten. „Investoren erhalten mit dem nachrangigen Darlehen der ISB sehr günstige Konditionen und die mitfinanzierenden vorrangigen Hausbanken ein hohes Maß an Sicherheit. In den ersten Jahren liegt der Zinssatz bei 0,0 Prozent“, erläuterte Dexheimer.

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Claudia Belz
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