Wohnen in Orts- und Stadtkernen

Wohnen in Orts- und Stadtkernen

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und sich verändernder Nachfragestrukturen auf dem Wohnungsmarkt fördert das Land Rheinland-Pfalz auf der Grundlage des Landeswohnraumförderungsgesetzes (LWoFG) die Stärkung der Innenstädte und Bestandsgebiete in Innenstädten und lnnerortslagen. Mit dem Programm werden folgende Ziele verfolgt:

  • Neue Formen für gemeinschaftliches Wohnen fördern
  • Bedarfsgerechten, barrierefreien Wohnraum herstellen
  • Stärkung der innerörtlichen und innerstädtischen Strukturen
  • Erhöhung der Attraktivität dieser Gebiete für Wohnen und Arbeiten
  • Erhaltung bzw. Verbesserung der sozialen, kulturellen, freizeitbezogenen und Versorgungsinfrastruktur
  • Städtebauliche Missstände beseitigen und insbesondere Brachflächen zu reaktivieren und die baukulturelle Identität zu stärken

Was wird gefördert?

  • Bauprojekte in innerörtlichen/innerstädtischen Lagen von Kommunen, die einen Beitrag zu o.g. Zielen leisten.
  • Umbau- , Ausbau-, Umwandlungs- und Erweiterungsmaßnahmen sowie damit einhergehende Modernisierungsmaßnahmen.
  • Ersatzneubaumaßnahmen (Errichtung eines neuen Wohngebäudes nach Abriss eines Bestandsgebäudes auf demselben Grundstück, der in der Regel nicht länger als 18 Monate zurückliegt), soweit sie in innerörtlichen Lagen durchgeführt werden, und
  • Neubaumaßnahmen, wenn sie eines der vorbezeichneten Baumaßnahmen ergänzt oder damit eine Baulücke geschlossen wird.
  • Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung auf der im Eigentum der Antragstellerin oder des Antragstellers stehenden Wohnanlage, sofern sie im Zusammenhang mit einem der vorgenannten Bauvorhaben stehen.
  • Wohnungsbauvorhaben mit mindestens drei abgeschlossenen Wohneinheiten, bei denen die nutzbare Wohnfläche nach Fertigstellung mindestens 60 % der gesamten Gebäudefläche betragen muss.
  • Zusätzlich können Gemeinschaftsflächen gefördert werden.   

Wer wird gefördert?

Das Förderangebot richtet sich an Eigentümer der zu fördernden Wohnungsbauvorhaben. Wird Wohnraum nicht zur Vermietung sondern zum Weiterverkauf hergestellt, zum Beispiel durch einen Bauträger, ist nicht der Bauherr sondern der Erwerber antragsberechtigt. Ist die erworbene Wohnung zur Vermietung vorgesehen, sind Mietobergrenzen einzuhalten. Soll die erworbene Wohnung selbstgenutzt werden, muss der Erwerber Einkommensgrenzen einhalten.

Wie wird gefördert?

  • Mit einem Zuschuss bis zu 250 EUR pro m2 Wohnfläche, höchstens jedoch 40 % der förderfähigen Kosten.
  • Ein zusätzlicher Zuschuss von bis zu 5.000 Euro je Wohnung kann gegen Nachweis gewährt werden, wenn über das bauaufsichtsrechtliche Erfordernis der Landesbauordnung hinaus barrierefreier Wohnraum nach den Vorgaben der DIN 18040 Teil 2 hergestellt wird.

Wie beantrage ich die Fördermittel?

  • Vor dem Start der Baumaßnahme ist eine formlose Förderanfrage auf Aufnahme der Maßnahme in das Förderprogramm Wohnen in Orts- und Stadtkernen bei der ISB zu stellen. Der Förderanfrage sind folgende Unterlagen beizufügen:
    • Baupläne und Baubeschreibung
    • Übersicht der voraussichtlichen Gesamtkosten
    • Wohnflächenberechnungen
    • Angabe der Wohnungen (Etage und Lage), die nach Landesbauordnung (LBauO) barrierefrei errichtet werden müssen
    • Angabe der Wohnungen (Etage und Lage), die darüber hinaus außerhalb der Anforderungen der LBauO freiwillig barrierefrei errichtet werden
    • Erklärung, ob für die freiwillig errichteten barrierefreien Wohnungen ein zusätzlicher Zuschuss beantragt wird
    • Bestätigung der Bauortgemeinde auf Formular der ISB

Die Aufnahme in das Förderprogramm ist in jedem Fall erforderlich unabhängig davon, ob das Wohnungsbauvorhaben als Mietobjekt vom Investor genutzt wird oder ob die Wohnungen zur Kapitalanlage oder Selbstnutzung erworben werden (Bauträgergeschäft). Die Förderung des Erwerbs ist nur dann möglich, wenn der Verkäufer/Bauträger die Zustimmung der ISB zur Aufnahme des Vorhabens in das Förderprogramm hat.

Mietobjekt

Ist das Förderobjekt zur Vermietung vorgesehen oder wird eine Wohnung zur Vermietung erworben, können Anträge auf Förderung nach schriftlicher Zusage über die Aufnahme in das Förderprogramm unter Verwendung des Antragsformulars bei der ISB gestellt werden.

Erwerb zur Selbstnutzung

Zur Beantragung des Zuschusses für den Erwerb zur Selbstnutzung reichen Sie Ihren Antrag bei der zuständigen Stadt- oder Kreisverwaltung, in deren Gebiet der zu fördernde Wohnraum liegt, ein. Das Antragsformulars erhalten Sie hier.

Bei Einhaltung der Fördervoraussetzungen erteilt die Verwaltung eine Förderbestätigung. Eine Kopie der Förderbestätigung wird der ISB gemeinsam mit Ihrem Antrag und den notwendigen Unterlagen zur abschließenden Bearbeitung weitergeleitet.

Was ist noch wichtig?

  • Die geförderten Wohnungen müssen 10 Jahre wohnwirtschaftlich genutzt werden.
  • Der Abschluss eines Kaufvertrages für Wohnungen ist förderunschädlich, sofern dieser zum Zeitpunkt der Förderanfrage nicht länger als zwei Monate zurück liegt.
  • Nicht gefördert werden Maßnahmen, mit deren Bau bereits begonnen oder für die bindende Verpflichtungen (z. B. Darlehensverträge) eingegangen wurden , bevor die Förderzusage erteilt ist. Die ISB kann in begründeten Fällen in den vorzeitigen Baubeginn oder den vorzeitigen Vertragsabschluss einwilligen.
  • Wohnraum in Einrichtungen, die vom Geltungsbereich des Landesgesetzes über Wohnformen und Teilhabe (LWTG) in der jeweils geltenden Fassung erfasst sind können nicht gefördert werden.

Weitere Informationen: 

"Förderprogramm: Wohnen in Orts- und Stadtkernen"

Kontakt

bei der ISB
Michael Back
Telefon: 06131 6172-1640

Monika Becker
Telefon: 06131 6172-1739

Alexandra Wüst
Telefon: 06131 6172-1764

Heiko Merz
Telefon: 06131 6172-1746

Wenn Sie Fragen zu Ihrem bestehenden Engagement haben, finden Sie Ihre Gesprächspartnerin oder Ihren Gesprächspartner hier.

 

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