Förderfähige Maßnahmen

Förderfähige Maßnahmen

Barrierefreie Maßnahmen

Finanziert werden bauliche Maßnahmen, die ein barrierefreies Wohnen ermöglichen, wie zum Beispiel der Einbau einer Rampe, breiterer Türen, eines Treppenlifts, einer bodengleiche Dusche oder sonstige Maßnahmen, die einer barrierefreien Zugänglichkeit dienen. Dabei sollen die Maßnahmen in Anlehnung an die DIN 18040 Teil 2 durchgeführt werden. 

Die Hausautomatisierungstechnik bildet ergänzend dazu einen wichtigen Baustein, um die Lebensqualität zu erhalten oder sogar zu verbessern. 

Finanziert werden können zum Beispiel über zentrale Systeme gesteuerte

  • elektrische Rollläden,
  • Schalter für die Bedienung von Lichtquellen und Steckdosen mit potenziell gefährlichen Verbrauchern (Bügeleisen, Herd, Kaffeemaschine)
  • sowie die für die individuelle Steuerung notwendigen Tablet-PCs. 

Zusätzlich können

  • Sensoren an Fenstern und Haustüren, die offene Fenster und Türen bei Verlassen der Wohnung anzeigen,
  • Bewegungsmelder und Wasserflusssensoren, die Aufschluss über Aktivitäten der Bewohnerinnen und Bewohner geben,
  • sensorgesteuerte Türen

mit dem ISB-Darlehen Modernisierung finanziert werden.

Energiesparende Maßnahmen

Dazu zählen bauliche Maßnahmen, die die Einsparung von Energie oder Wasser bewirken. Die maßgeblichen rechtlichen Bestimmungen der jeweils gültigen Energieeinsparverordnung sind zu beachten. Als energiesparende Maßnahmen sind beispielsweise anzusehen:

  • Die Verbesserung der Wärmedämmung von Wänden, die das Gebäude gegen das Erdreich, die Außenluft oder nicht beheizte Bereiche abgrenzen. Es ist bauaufsichtlich zugelassenes Dämmmaterial zu verwenden.
  • Der Ersatz vorhandener Fenster durch den Einbau neuer Fenster, die den Vorgaben der jeweils gültigen Energieeinsparverordnung entsprechen.
  • Die Verbesserung von Heizungsanlagen, insbesondere die Anpassung der Wasservolumenströme und Heizkörperflächen. Das gilt auch, wenn die bisherige Anlage wegen strengerer Umweltauflagen nicht weiter betrieben werden darf.

Nutzung alternativer und regenerativer Energien

Bauliche Maßnahmen zur Nutzung alternativer oder regenerativer Energien zur Beheizung und/oder Wassererwärmung können durch das ISB-Darlehen finanziert werden. Darunter fallen zum Beispiel

  • Solaranlagen für die Erwärmung von Wasser und/oder Unterstützung der Beheizung; keine Fotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung
  • solare Wandsysteme
  • Wärmetauscher und Wärmepumpen zur Wärmegewinnung aus der Umgebungsluft, aus Abluft, aus Oberflächen- oder aus Grundwasser. Die erforderliche wasserrechtliche Genehmigung ist Voraussetzung der Förderung.
  • Anlagen zur Nutzung der Energie aus Biomasse (Holzpellets, Holzhackschnitzel, einschließlich Klär- und Deponiegas, usw.)
  • die Umstellung bestehender Zentralheizungsanlagen auf Fernwärme, insbesondere wenn sie aus Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen wird.

Nachhaltige Erhöhung des Gebrauchswerts

Der Gebrauchswert einer bestehenden Wohnung kann nachhaltig erhöht werden durch bauliche Maßnahmen, zum Beispiel zur Verbesserung

  • der Beheizung durch den erstmaligen Einbau einer Zentralheizungsanlage
  • der Belichtung und der Belüftung
  • der Energieversorgung, der Wasserversorgung (hierzu zählen auch die Kosten für den Einbau von Wasserzählern, um den Wasserverbrauch in der einzelnen Wohnung messen zu können) und der Entwässerung (erstmaliger Einbau)
  • der Funktionsabläufe in Wohnungen
  • der sanitären Einrichtungen (erstmaliger Einbau)
  • des Schallschutzes des Zuschnitts der Wohnung

Weitere bauliche Maßnahmen, die den Gebrauchswert nachhaltig erhöhen, sind

  • der Einbau eines Aufzugs
  • der Anbau an ein bestehendes Gebäude, wenn er zur Verbesserung der sanitären Einrichtungen oder zum Einbau des Aufzugs zum Beispiel für behinderte Menschen erforderlich wird
  • die Verstärkung von Leitungen zur Versorgung mit Wasser und Strom oder zur Entsorgung von Abwasser.

Dauerhafte Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse

Bauliche Maßnahmen, die die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern, sind z. B.

  • Beleuchtung von Wegen
  • Hofbefestigungen
  • Bau von Müllboxen
  • Türschließanlagen für die Haustür
  • Einbau einer einbruchhemmenden Haustür
  • Anbringung von Rauchmeldern

Instandsetzungs- und Wohnumfeldmaßnahmen

Instandsetzungs- und Wohnumfeldmaßnahmen werden ausschließlich neben baulichen Maßnahmen zur Modernisierung finanziert. Als Instandsetzungsmaßnahmen gelten zum Beispiel das Streichen oder Tapezieren von Wänden und Decken (auch sogenannte Schönheitsreparaturen) oder die Instandsetzung von vorhandenen technischen Einrichtungen.

Beratungs- und Planungskosten

Kosten für vorbereitende Arbeiten wie Beratungs- und Planungskosten der Antragstellerinnen und Antragsteller, die Grundlage für die spätere Antragstellung und auch für die baulichen Maßnahmen sind (Architekten- und Ingenieurhonorare, Kosten für notwendige Bauanträge, Honorare für Sachverständige für die Energieberatung usw.), werden bei den jeweiligen Kosten berücksichtigt. Auch werden Kosten mitgerechnet, die für die Abnahme einer baulichen Anlage (zum Beispiel Gebühren des Schornsteinfegers für die Überprüfung des erstmaligen oder neuen Einbaus einer Heizung oder wegen der Errichtung eines Schornsteins usw.) erforderlich werden. 

Dachausbau mit gleichzeitiger energetischer Modernisierung

Eine Modernisierung kann auch vorliegen, wenn der Ausbau von Dachgeschossen und energetischen Modernisierungsmaßnahmen zusammen durchgeführt werden, sofern die Modernisierung den Schwerpunkt der baulichen Maßnahme bildet.

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