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Forschung und Entwicklung (InnoTop)

Einzelbetriebliches Innovations- und Technologieförderungsprogramm Rheinland-Pfalz

Beschreibung des Förderprogramms

Mit dem Förderprogramm InnoTop besteht im Bereich der betrieblichen Forschung und Entwicklung die Möglichkeit, für die Durchführung von FuE-Vorhaben nicht rückzahlbare Zuwendungen zu beantragen. Förderfähig ist die Erforschung und Entwicklung von neuen Produkten  und/oder Produktionsverfahren, die den Stand der Technik EU-weit fortschreiben, deren Realisierung mit technischen Risiken verbunden sind und die vor der kommerziellen Anwendung prototypische Erprobungen erforderlich machen. Die mit der Realisierung  verbundenen FuE-Tätigkeiten müssen den Forschungskategorien industrielle Forschung und/oder experimentelle Entwicklung zugeordnet werden können. Die erwarteten Ergebnisse nach Abschluss der FuE-Vorhaben müssen darüber hinaus erkennen lassen, das für das antragstellende Unternehmen damit mittelfristig auch ein kommerzieller Erfolg möglich ist. Das Förderprogramm InnoTop ist in Fördermodule mit jeweils eigenständigen Antragsvarianten unterteilt. Damit kann der Entwicklungsprozess für neue Produkte oder Produktionsverfahren von ersten Überlegungen im Rahmen der Klärung der grundsätzlichen Machbarkeit (Fördermodul: Durchführbarkeitsstudie) bis zum Abschluss prototypischer Erprobungen (Fördermodul: FuE-Vorhaben) finanziell unterstützt werden.

Wer wird gefördert?

Förderfähig sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Rheinland-Pfalz, die nach der aktuellen KMU-Definition u.a. weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von weniger als 50 Mio. EUR erreichen. Große Unternehmen können im Rahmen der Verfügbarkeit der Haushaltsmittel ebenfalls in die Förderung einbezogen werden, wenn das Vorhaben auch von großer Bedeutung für das Land Rheinland-Pfalz ist bzw. eine herausragende volkswirtschaftliche Wirkung für das Land erwarten lässt.

Was wird gefördert? 

Förderfähig sind die Ausgaben für die am FuE-Vorhaben beteiligten Mitarbeiter, Gemeinausgaben, Materialausgaben für die Herstellung und Erprobung von Prototypen und Ausgaben für Fremdleistungen (z.B. externe Hilfestellungen durch Hochschulen oder andere Institute, spezielle Dienstleistungen; Sicherung der eigenen Schutzrechte etc.).

Wie wird gefördert?

Die Förderung für die Fördermodule „Durchführbarkeitsstudien“ und „FuE-Vorhaben“  erfolgt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ Rheinland-Pfalz, Förderperiode 2014-2020. Die nicht rückzahlbare Zuwendung ist für Durchführbarkeitsstudien auf maximal 37.500 EUR und für FuE-Vorhaben auf 500.000 EUR begrenzt. Die Förderquote ist abhängig von den als förderfähig anerkannten Ausgaben, der technologischen Exzellenz des Vorhabens und der Unternehmensgröße. Bei FuE-Vorhaben der industriellen Forschung kann der Einstiegsfördersatz bis zu 50 % betragen (ohne Zuschläge) und bei Vorhaben der experimentellen Entwicklung bis zu 25 %. Beinhaltet das Vorhaben sowohl  Komponenten der industriellen Forschung als auch Komponenten der experimentellen Entwicklung, ergibt sich der Einstiegsfördersatz aus dem gewogenen Mittel. Die möglichen Zuschläge zum Einstiegsfördersatz sind abhängig von der Unternehmensgröße, der Zusammenarbeit von Unternehmen  und der Einbindung von Forschungseinrichtungen, so dass ein Fördersatz bis zu 80 % der förderfähigen Kosten möglich ist.

Beispielrechnung

Die Musterfirma GmbH beabsichtigt die Entwicklung eines neuen Produktes. Sie beschäftigt 150 Mitarbeiter. Mit den FuE-Tätigkeiten wurde vor der Antragstellung noch nicht begonnen. Die kalkulierten Ausgaben für eigene Personalausgaben, Gemeinausgaben, Materialausgaben und Ausgaben für Fremdleistungen belaufen sich auf 780.000 EUR. Die Firma Mustermann GmbH kann 300.000 EUR als eigenen Finanzierungsbaustein beitragen und beantragt 480.000 EUR als verlorene nicht rückzahlbare Zuwendung. Nach Abschluss der Antragsbearbeitung wird ein Fördersatz von 50% der förderfähigen Ausgaben ermittelt. Die kalkulierten Ausgaben i.H. von 780.000 EUR konnten als förderfähige Ausgaben anerkannt werden. Daraus ergibt sich folgender Ausgaben- und Finanzierungsplan:

Gesamtausgaben780.000 EUR 
 
Personalausgaben420.000 EUR 

Gemeinausgaben

63.000 EUR 
Materialausgaben100.000 EUR 
Fremdleistungen197.000 EUR 
 
Finanzierungsplan 780.000 EUR 
 
Bewilligte Zuwendung390.000 EUR
Eigenmittel/Fremdmittel390.000 EUR

Wo wird beantragt?

Die Antragstellung erfolgt auf elektronischem Weg (Kundenportal) direkt bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Entscheidend für die Antragstellung ist die Vorlage rechtsverbindlich unterschriebener Antragsunterlagen. Vor der Antragstellung besteht die Möglichkeit eines kostenlosen und unverbindlichen Vorgespräches. Für die Vorbereitung des Gespräches ist eine kurze Projektskizze mit Angaben zum Unternehmen, dem Vorhaben und den in etwa erwarteten Ausgaben (Schätzung) erforderlich.

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Ansprechpartner

bei der ISB
Herr Arthur Racinowski
Telefon 06131 6172-1331
Telefax 06131 6172-1191
arthur.racinowski@isb.rlp.de

Frau Angela Haag
Telefon 06131 6172-1303
Telefax 06131 6172-1191
angela.haag@isb.rlp.de

Herr Sascha Fuchs
Telefon 06131 6172-1327
Telefax 06131 6172-1191
sascha.fuchs@isb.rlp.de

Herr Valerius Rodwald
Telefon 06131 6172-1354
Telefax 06131 6172-1191
valerius.rodwald@isb.rlp.de

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Verwaltungsvorschrift  
Anlage 1 zur EFRE VV vom 15. Oktober 2015

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