
Gerhard Hohmann (li.), Wirtschaftsredakteur beim SWR, im Talk mit dem Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering, zur Bedeutung der Chemischen Industrie im Land.

Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Präsidiums des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln, referiert über die Bedeutung der Forschung und die Stellung Deutschlands im internationalen Wettbewerb.

Die verschiedenen Aspekte der Standortwahl für das Unternehmen werden mit Gerhard Hohmann diskutiert: Dr. Michael Christill, Leiter des Standortmarketings der BASF AG; Wilhelm Zeiser, Bürgermeister der Stadt Ludwigshafen; Dr. Olaf Stange, Geschäftsführer der Ehrfeld Mikrotechnik BTS GmbH; Thomas Hasselbach, Geschäftsführer des Mikroforum Hochtechnologieparks Wendelsheim; Dr. Volker Schäfer, Geschäftsführer Schäfer-Additivsysteme GmbH und Gewinner des Mutmacherpreises 2006 und Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der Phenex Pharmaceutical AG. (v.l.n.r.)

Gespannt lauschen Hans-Joachim Metternich (re.) sowie Minister Hering (2.v.re.), Prof. Dr. Michael Hüther (2.v.li) und Dr. Hubert Lendle (li.), Geschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie in Rheinland-Pfalz, den Ausführungen der Talkrundenteilnehmer.

Prof. Dr. Wolfgang Tremel, Geschäftsführender Leiter des Instituts für Anorganische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, demonstriert eindrucksvoll die Vielschichtigkeit Chemie, hier in Form einer Knallgasexplosion.

Zusammen mit seinem Team entführt Prof. Dr. Tremel das Publikum scheinbar in das Chemielabor.

Wolfgang Erny, Geschäftsführer der BASF IT Services (re.), spricht mit Gerhard Hohmann über neue IT-Technologien für die Chemische Industrie.

Dr. Konrad Steiner vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (re.) und Dr. Hubert Lendle, Geschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie Rheinland-Pfalz (m.) sprechen über Produkte und Prozessoptimierungen im IT-Bereich.

Dr. Wilfried Schmitz, Technischer Leiter der SHE Informationstechologie AG, zeigt die Sicherheitsrisiken für Unternehmen, wie sie etwa von einer Wanze ausgehen.

Dem Publikum zeigen Michael Mirion (li.) und Oliver Dumele das Projekt "Strom aus Schlamm" mit dem sie 2006 den Preis "Jugend forscht" in Rheinland-Pfalz gewonnen haben.

Auch beim Infostand der Schäfer-Additivsysteme GmbH treffen sich die Gäste im Anschluss der Veranstaltung zum Gespräch.

Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH informiert mit einem eigenen Stand auf dem Infomarkt.

Klaus Lütkefedder, Ministerialrat des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, (li.) informiert sich beim Stand des Technologiezentrums Ludwigshafen.

Auch Minister Hering (2.v.li.) und Hans-Joachim Metternich (re.) stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.
Auf dem Branchenforum "chemie.connect" in Mainz hat der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering die Bedeutung der chemischen Industrie für die Wirtschaftsstruktur des Landes unterstrichen. „Die chemische Industrie ist eine innovative Schlüsselindustrie, sie ist unser wichtigster Industriezweig“, so der Minister weiter. Auf dem Branchenforum der rheinland-pfälzischen Landesregierung und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH stellten Branchenkenner die bisherigen Entwicklungen und die zukünftigen Chancen durch stärkere Vernetzung von chemischer Industrie und Informationstechnologie vor.
Mehr als 55.000 Menschen arbeiten in der chemischen Industrie in Rheinland-Pfalz. Das entspricht einem Fünftel aller Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe. Neben dem weltweit größten Chemie-Unternehmen BASF und dem größten deutschen Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim setzen auch kleine und mittlere Unternehmen mit erfolgreichen Innovationen weltweite Standards. "Aus diesem Industriezweig gehen rheinland-pfälzische Produkte in die ganze Welt. Hier bei uns im Land stimmt die Chemie", bekräftigte Hering. Rheinland-Pfalz unterstütze die Bildung von Clustern, also wirtschaftlichen Netzwerken, in ausgewählten Bereichen. Das Branchenforum "chemie.connect" solle den hohen Stellenwert der Informations- und Kommunikationstechnologie für die chemische Industrie herausstellen. Es gehe bei der Veranstaltung vorrangig darum, Impulse für die Entwicklung des Clusters zu geben, die Vernetzung der Akteure zu fördern und die Aufmerksamkeit für den Standort Rheinland-Pfalz zu erhöhen.
Große Chancen für IT und Softwarespezialisten durch die Entwicklung neuer branchenspezifischer Anwendungssoftware sieht auch Hans-Joachim Metternich, Sprecher der Geschäftsführung der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH: "Wenn hier die beiden Branchen mit großem Potenzial zu einer noch engeren Zusammenarbeit zusammenfinden, sorgt das für einen guten Rückenwind bei innovativen und wirtschaftlich starken Standbeinen in unserem Land. Hier sehen wir gute Perspektiven, die wir in Rheinland-Pfalz gezielt fördern wollen, um deutliche Impulse für mehr Wachstum und Beschäftigung zu setzen. Die Branchenforen wollen hier Anstöße geben und schon im Vorfeld der Veranstaltung entstehen Impulse für Erfolg."
Dass die Chancen des Standortes Deutschland in der intensiven Förderung der Forschung und Entwicklung (FuE) liegen, unterstrich im Gastvortrag Professor Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Hüther machte deutlich, wie sein Institut durch neue Bausteine – Innovationsforen, Forschungsprämien, indirekte FuE-Förderung sowie einen Innovationspool – die Forschungs- und Innovationsförderung unterstützen wolle.
In zwei Talkrunden berichteten Firmen- und Verbandsvertreter über die positiven Erfahrungen aus der Region Rhein-Neckar, die beim Chemie-Cluster eine Vorreiterrolle übernommen hat sowie über den Einsatz von IT-Technologie für das optimale Management von Projekten, Prozessen und Produktion. Das Branchenforum wurde ergänzt durch einen Infomarkt mit Präsentationen verschiedener Anbieter.
"chemie.connect" ist eines von insgesamt fünf rheinland-pfälzischen Branchenforen, die die IT- und Medienbranche mit ausgewählten Wirtschaftsbereichen vernetzen. Bisherige Themen waren Haus, Gesundheit, Logistik und Auto. Vor dem Hintergrund der Gutachten "Medienstandort Rheinland-Pfalz" sowie "Regionen und Branchen im Wandel" ist die ISB als zentrales Wirtschaftsförderungsinstitut zusammen mit rlp-inform federführend an der Organisation der Branchenforen beteiligt. Ziel ist es, den gegenseitigen Austausch zu fördern und dadurch den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz zu stärken. Zudem soll der Innovationsprozess in wichtigen Wachstumsbranchen des Landes unterstützt werden.